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Ostholstein DRK-Sozialarbeit soll sich neuen Zielgruppen widmen
Lokales Ostholstein DRK-Sozialarbeit soll sich neuen Zielgruppen widmen
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22:21 04.11.2013

DRK — das sind Seniorencafé und Rettungsdienst, Pflegeheime und Behinderten-Fahrdienst. Wie breit gefächert der Kreisverband Ostholstein des Deutschen Roten Kreuzes arbeitet und wie unterschiedlich schon die beiden Zweige Ehrenamt und Hauptamt sind, wurde auf der Kreisversammlung des Verbandes in der Eutiner Rettbergkaserne deutlich. Ebenso wie die Tatsache, dass beide Zweige ihre unterschiedlichen Erfolge und Probleme haben.

Bernd Bormann, zuständig für die Sozialarbeit, erntete bei seinem Bericht unwilliges Gemurmel. Bormann forderte mit nicht ganz diplomatischen Worten, die ehrenamtliche Sozialarbeit in den Ortsvereinen müsse moderner werden und sich anderen Zielgruppen zuwenden. Die Mitglieder seien sehr alt und in einer Zeit eingetreten, als gerade der Krieg zu Ende war und Päckchen in den Osten geschickt wurden. „Aber auch wir im DRK müssen und wollen neue Wege gehen.“ Es gelte, die Themen des Landes- und Bundesverbandes in den Ortsvereinen umzusetzen. Der Landesverband hatte festgestellt, dass „Angebote wie Flohmärkte, Pflanzenmärkte oder Theatergruppen kaum geeignet sind, zur Profilbildung unserer sozialen Arbeit beizutragen.“ Stattdessen sollten Demenzgruppen, Gesprächskreise für pflegende Angehörige oder Besuchsgruppen angeboten werden. Bormann: „Aber das ist oft nur mit jüngeren Menschen durchsetzbar.“

Neben der ehrenamtlichen Arbeit steht das Hauptamt im DRK-Kreisverband. Geschäftsführer Martin Broziat erstattete Bericht darüber, dass Pflege-Fachkräfte knapper werden und er welche aus Rumänien und Bulgarien angeworben habe. Stark beschäftigt habe den Kreisverband der Behindertenfahrdienst. Fahrer hatten geklagt, dass sie zu wenig verdienen. Gezahlt werden knapp über fünf Euro pro Stunde. „Was finanziell möglich ist, zahlen wir den Fahrern aus“, sagte Broziat. Er betonte, er erhalte für seine Geschäftsführertätigkeit beim Fahrdienst kein Gehalt und es werde auch kein Geld vom Fahrdienst für die Finanzierung des Vorstands verwendet. „Ich denke, dass ein etwas höherer Lohn für den Fahrdienst durchaus angemessen wäre. Wir sind bemüht, höhere Entgelte für die Fahrten durchzusetzen, damit wir dann den Fahrern auch höhere Löhne zahlen können.“

Für die Kreisvorsitzende Henriette Gräfin von Platen-Hallermund gab es noch eine Überraschung. Der Präsident des Landesverbandes, Henning Kramer, zeichnete sie mit der DRK-Verdienstmedaille aus.

sas

LN

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