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Ostholstein Dank, Mahnung und Zuversicht beim Malenter Neujahrsempfang
Lokales Ostholstein Dank, Mahnung und Zuversicht beim Malenter Neujahrsempfang
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20:19 16.01.2016
Mit dem neuen Malenter Bürgerpreisträger Uwe Dühring, der hier den Ehrenring präsentiert, freute sich seine Ehefrau Heidi. Sie steht ihrem Mann bei vielen seiner ehrenamtlichen Aktivitäten zur Seite. Quelle: Fotos: Astrid Jabs

Eine zentrale Botschaft der bürgermeisterlichen Ansprache zum beginnenden Jahr war im Malenter Kursaal gestern Vormittag für alle sichtbar mit dickem Stift auf einem Flipchart fixiert worden: „Danke“ stand dort geschrieben und mit Dank begann Amtsinhaber Michael Koch (CDU) seine Rede: „Das Jahr 2015 hat erneut gezeigt, dass wir eine intakte Bürgergesellschaft sind“, sagte er und nannte eine Reihe von Beispielen für das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde.

Einen Schwerpunkt setzte Michael Koch bei der Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen — für viele derzeit ein Fulltimejob. Diese bürgerliche Unterstützung gebe der Gemeinde Kraft, wie sie für die kommenden Aufgaben in 2016 und darüber hinaus benötigt werde. Im Jahr 2015 hätten 112 Menschen Zuflucht in Malente gefunden. Die Merkel-Worte „Wir schaffen das!“, stellte Koch nicht in Frage. Dabei, so der Bürgermeister, gehe es auch um Moral und ethische Überzeugungen. Er appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, weiterhin durch ihre Unterstützung die „Lobby der Flüchtlinge in Malente“ zu sein.

Für die erfolgreiche Integration auf der Basis von Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, Mädchen und Jungen brauche es Rahmenbedingungen, so der Verwaltungschef. Dafür sind im Stellenplan elf zusätzliche, teilweise befristete Vollzeitstellen vorgesehen, im Sitzungszimmer des Rathauses werden vier Büros und ein kleineres Besprechungszimmer eingerichtet. Die Sitzungen der Gremien werden deshalb im Kursaal stattfinden. In diesem Zusammenhang dankte Koch auch der Verwaltung und der Politik für ihren Einsatz.

Den „Unzufriedenen, Nörglern und Besserwissern“ galt die Zuspitzung, dass es den Knopf nicht gebe, „auf den man einfach drückt und schon kommt ein Ergebnis heraus“. Nachdrücklich forderte Michael Koch eine faire und respektvolle politische Streitkultur: „Verstehen Sie das durchaus als Mahnung des im August scheidenden Bürgermeisters.“

Mit Blick auf die Zukunftsgestaltung kündigte Koch die Arbeit an einem „Integrierten Gemeindeentwicklungskonzept“ und die Beteiligung an dem Projekt „Potentiale von Kleinstädten in peripheren Lagen“

an. Mut und Kreativität seien nötig: „Wind nur in alte Segel zu blasen, wäre falsch“, so formulierte es der Bürgermeister. Vor dem Hintergrund des Sanierungsbedarfs der Malenter Schulen sah Koch ein neu zu errichtendes Schulzentrum als sinnvolle Lösung an. Das Haushaltsdefizit 2015 liege mit 400 000 Euro erheblich niedriger als die erwarteten 3,4 Millionen Euro. Auf eine ähnliche Entwicklung hoffe er für 2016. Verkünden wird Michael Koch das Ergebnis nicht, seine Amtszeit endet ja im August 2016.

Dass am Ende seiner 19. und letzten Neujahrsrede als Bürgermeister seine Stimme zitterte, lag dann aber an einem technischen Defekt am Mikrofon und war noch keine vorweggenommene Rührung. Die besten Wünsche für das neue Jahr richtete Koch so ganz unplugged an die Malenter, die ihm kräftig applaudierten.

Bürgerpreis für einen Tausendsassa
Er selbst habe es zunächst gar nicht so recht glauben können: „Aber schließlich habe ich mich gefreut“, sagte Uwe Dühring in seiner teilweise auf Platt gehaltenen Dankesrede anlässlich der Verleihung des Malenter Bürgerpreises. Für die rund 200 Anwesenden gab es keinen Zweifel, dass mit dem 73-Jährigen der Richtige ausgezeichnet wurde, das ließ der anhaltende Applaus, für den sich die Gäste erhoben, erkennen. In seiner Laudatio hatte Bürgervorsteher Rainer Geerdts zuvor Dührings Vielseitigkeit herausgestellt: Seit seiner Jugend Mitglied des TSV, ist er seit 51 Jahren für die Abnahme des Sportabzeichens verantwortlich, seit 1966 ist er aktiv in der Speeldeel der Lenter Gill. Dort führt er seit 15 Jahren auch Regie. Und seit 20 Jahren schlägt sein Herz für den Seeadlerschutz, dem er sich ebenso engagiert widmet.

Astrid Jabs

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