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Ostholstein Dank an die Eutiner Wehr für 229 Einsätze
Lokales Ostholstein Dank an die Eutiner Wehr für 229 Einsätze
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21:16 20.02.2016
Zum letzten Mal war Klaus-Dieter Schulz als Bürgermeister und Dienstherr der Feuerwehr dabei und heftete unter den Augen von Ortswehrführer Wolfgang Mews Marco Schneck (l.) das Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber an die Uniform.

Es war ein langer Abend im Polizei-Casino auf der Hubertushöhe, wo die Freiwillige Feuerwehr Eutin ihre Jahresversammlung in Anwesenheit von 59 der 74 Aktiven abhielt.

Und natürlich kamen neben Einsatzzahlen, Beförderungen und Ehrungen auch der Bautermin für das Feuerwehrgerätehaus und die Tagesverfügbarkeit zur Sprache. Die vielleicht wichtigsten Worte des Abends aber hatte Christian Ohlf vom Eutiner Polizeirevier in sein Grußwort aufgenommen. „Ihr seid schnell, zuverlässig und professionell. Danke, dass es Euch gibt“, sagte er.

Dieser Dank galt in erster Linie den ehrenamtlich erbrachten Leistungen. 229 Mal, so berichtete Ortswehrführer Wolfgang Mevs, ist die Eutiner Wehr in 2015 ausgerückt: Einen Großbrand, 30 Klein- Mittelbrände, 90 Einsätze der technischen Hilfe und 40 Sicherheitswachen galt es zu bewältigen. Hinzu kamen 33 Termine zum vorbeugenden Brandschutz und zur Brandschutzerziehung sowie diverse Dienste, Sitzungen und Weiterbildungsmaßnahmen. 14 Menschen, 13 von ihnen verletzt, konnten gerettet werden, für vier Personen kam die Hilfe zu spät.

Kritisch beschrieb Mevs am Beispiel eines Fehlalarms, der die Eutiner nach Bad Schwartau geführt hatte, die Alarmierungsordnung. „Hier ist sicherlich zu überprüfen und neu anzupassen“, konstatierte er. Bei den insgesamt 37 Einsätzen der nachbarlichen Hilfe unterschied er zwischen jenen im Gemeindegebiet und den übrigen: „19 Mal waren wir zur Unterstützung der Wehren Neudorf und Fissau-Sibbersdorf eingesetzt.“ Diese Einsätze möchte er gar nicht als „nachbarliche Hilfe“ bezeichnen, so Mevs. Aber: „Solange jede Wehr noch ihren eigenen Ausrückebereich hat, werden solche Einsätze als nachbarliche Hilfe bezeichnet.“

Während Mevs, ganz Diplomat, sich zufrieden damit zeigte, dass für das Feuerwehrgerätehaus am Festplatz an der Kerntangente mit 2018 einen Zeitpunkt für die Fertigstellung festgesetzt wurde, stellte der stellvertretende Gemeindewehrführer Marco Wriedt dazu eine zugespitzte Frage: „Warum ist das Gerätehaus nicht 2017 fertig? Wir wissen, was wir wollen, das Raumbuch liegt vor. Wieso können die das nicht planen?“ Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz skizzierte dazu kurz das weitere Verfahren.

Im Übrigen versicherte Schulz die Feuerwehr der Wertschätzung von Bevölkerung, Politik und Verwaltung und wandte sich mit einem Extra-Lob an die Jugendabteilung, deren vielfältige Aktivitäten Jugendwart Timo Jurkschat in seinem Bericht nachgezeichnet hatte. Um den Nachwuchs ist es gut bestellt: Nach zwölf Neuaufnahmen zählt die Jugendfeuerwehr 32 Mitglieder, davon 13 Mädchen. aj

LN

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