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Ostholstein Dank an engagierte Gildebrüder
Lokales Ostholstein Dank an engagierte Gildebrüder
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20:40 26.09.2016
Wallmuseums-Betreiber Stephan Meinhardt (2. v. l.) überreichte den Gildebrüdern Karsten Marzian, Hans-Adolf Jensen und Fritz Westensee (v. r.) den neuen Museums-Flyer. Quelle: Marc R. Hofmann

„Einrücken“, rief Hans-Adolf Jensen, erster Ältermann der Oldenburger St. Johannis Toten- und Schützengilde von 1192. Wenig später war am Sonntag das Museumscafé auf dem Gelände des Wallmuseums mit mehr 60 Gildebrüdern, -schwestern und Ehrengästen gut gefüllt. Anlass war der 20. Geburtstag des Gildemuseums, das nach dreijähriger Bauzeit im Jahr 1996 öffnete.

Stellvertretend für die 40 Helfer nannte „Öllst“ Jensen den mittlerweile 91-jährigen Werner Schütte – am Sonntag ebenfalls zu Gast –, um sich für die Arbeitskraft der Gildebrüder im Wert von umgerechnet 75 000 Euro zu bedanken: „Ohne Euch gebe es dieses Museum nicht.“ Dazu der zweite Ältermann Helmut Schwarze: „Nach 804 Jahren Johannisgilde waren wir uns mit der Stadt einig, dass wir ein Museum brauchen.“ Und Bürgervorsteherin Susanne Knees (CDU) betonte die große Verbundenheit der Stadt mit ihrer Gilde. „Was man auch daran erkennt, wie viele Stadtverordnete heute in Doppelfunktion hier sind“, sagte sie mit Blick auf Hans-Jürgen Löschky, amtierender „drütt Öllst“ und Stadtverordneter. Er konnte unter den Gildebrüdern noch die Kollegen Lennart Maaß (SPD) und Karsten Marzian (CDU) begrüßen. Jürgen Dunker, 1993 erster Ältermann und damals am Beschluss zum Museum beteiligt, fasste die Baugeschichte treffend zusammen: „Was sind schon drei Jahre Bauzeit gegen 800 Jahre Gilde“, so das rüstige Mitglied.

Stephan Meinhardt von der Betreibergesellschaft des Wallmuseums erklärte, wie sich das Gildemuseum in das Gesamtkonzept der Anlage einfügt: „Die Gründung der Gilde im Jahr 1192 schließt direkt an die slawische Zeit der Region an.“ Besonderheit sei, dass hier keine historischen Artefakte gezeigt würden: „Wenn Apfel und Kette zu den ‚Tagen der Rosen’ abgeholt werden, wähnt mancher Museumsbesucher einem Diebstahl beizuwohnen.“ Gelebte Tradition zum Anfassen, wie sie der Heiligenhafener Gildebruder und stellvertretende Landrat Timo Gaarz (CDU) treffend beschrieb. Im Anschluss ging es für die Ehrengäste zu einer Führung durch das Museum im ersten Stock.

 hof

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