Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein „Dankespaket“ für die Feuerwehr
Lokales Ostholstein „Dankespaket“ für die Feuerwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:23 16.01.2016
Michael Wulff und Marco Kleinschmidt gratulieren Stephan Perner, Torben Stadler und Sven Mielk (v. l.) zur Beförderung. Quelle: Binder

204 Einsätze und insgesamt fast 4000 Dienststunden — das ist die Bilanz der Feuerwehr Oldenburg für das Jahr 2015. Dennoch sei es alles in allem „ein ruhiges Jahr“ gewesen, sagte Wehrführer Marco Kleinschmidt jetzt bei der Jahresversammlung im „Schützenhof“. Die Stadt sei von Großschadenslagen weitgehend verschont geblieben; selbst der Tornado im September sei mit nur 15 Einsätzen für die Kameraden vergleichsweise glimpflich ausgegangen. Nicht zuletzt, weil sich viele Einwohner selbst geholfen hätten.

Die Belastung für die Einsatzkräfte wachse mit Blick auf die zunehmenden Aufgaben dennoch stetig. Manchmal müsse man in sich gehen und sich fragen, „ob die Flut von Anforderungen und Terminen noch ein Hobby darstellen, ob Familie und Beruf noch Vorrang haben“, mahnt Kleinschmidts Stellvertreter André Hasselmann in seinem Bericht, den er aus Krankheitsgründen nicht persönlich vortragen konnte.

Ein Feuerwehrmann habe 2015 beispielsweise 260 Einsatzstunden und dazu noch einmal 256 Stunden für Ausbildungen und weitere Dienste angesammelt. „Das ist eindeutig zu viel, wenn auch gut gemeint“, warnt Hasselmann.

Besonders ärgerlich seien da böswillige Fehlalarmierungen, von denen es im vergangenen Jahr immerhin drei in Oldenburg gegeben habe. Kein „blinder Alarm“ sei ein Problem, stellt Hasselmann klar, es gelte das Motto: „lieber einmal zu viel kommen, als einmal zu spät“. Wer sich aber einen Scherz daraus mache, die Feuerwehr unnötigerweise zu rufen, handele respekt- und verantwortungslos.

Dabei gebühre den Feuerwehrleuten große Dankbarkeit, betonte Bürgermeister Martin Voigt (parteilos), der wie viele weitere Vertreter von Stadt, Polizei, benachbarten Feuerwehren und weiteren Institutionen zu Gast war. „Sie stellen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr den Brandschutz in Oldenburg sicher“, so der Verwaltungschef, der das „außerordentliche Engagement“ der Einsatzkräfte lobte.

Die Stadt wolle ihre Dankbarkeit in Zukunft nicht mehr nur mit Worten ausdrücken, nahm Voigt Bezug auf sein Versprechen von der Versammlung vor einem Jahr. In Gesprächen zwischen Feuerwehr, Verwaltung und Politik sei eine Art Motivations-Paket für die Ehrenamtler geschnürt worden: Darin enthalten sind unter anderem Zuschüsse für die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder Fitnessclub, die kostenlose Nutzung der Bücherei und freier Eintritt ins Wallmuseum. „Wir werden beobachten, wie es angenommen wird“, kündigte Voigt an, „und gegebenenfalls nachbessern, bis es passt.“

„Viele können nur ruhig schlafen, weil es Euch gibt“, dankte auch Norbert Griebel vom Roten Kreuz den Kameraden. Wie alle weiteren Gäste wünschte er den Feuerwehrleuten vor allem eines: dass sie stets wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückkehren.

Wahlen, Ehrungen und Beförderungen
Befördert: Marc Nissen zum Feuerwehrmann; Christian Richter, Daniel Schönherr, Christoph Storm und Emanuel Niklas zum Oberfeuerwehrmann; Sabrina Dauster zur Oberfeuerwehrfrau; Sven Hansen, Sven-Ole Alisch und Timo Rateyczak zum Hauptfeuerwehrmann**; Kerrin Hansen zur Hauptfeuerwehrfrau**; Stephan Perner, Torben Stadler und Sven Mielk zum Hauptfeuerwehrmann***; Jörn Krause zum Oberlöschmeister; Thies Hansen zum Hauptlöschmeister**; Oliver Wellendorf zum Hauptlöschmeister***
Geehrt: Sven-Ole Alisch und Bastian Tilger für zehn Jahre Mitgliedschaft; Andreas Richter und Arne Petersen (20 Jahre); Andreas Maeke (30 Jahre); Siegfried Griebel (40 Jahre);
Harry Reimers für 50 Jahre. Peter Boldt bekam das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold des Landes für 40 Jahre Einsatzdienst.
Gewählt: Ronny Fischer (Zugführer), Jan Karnowski, Benjamin Redey (Gruppenführer), Andreas Maeke (Gruppenführer Reserve), Daniel Schönherr, Joshua Garre (Kassenprüfer).

Jennifer Binder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Glocken in der Gleschendorfer Kirche sind etwas Besonderes. Sie sind nicht nur selten, sondern auch sehr alt.

16.01.2016

Die Kommunalpolitiker der Gemeinde Bosau kritisieren die Pläne der Volksbank Eutin, ihre Filiale in Hutzfeld zu schließen.

16.01.2016

Michael Koch hielt seine letzte Neujahrsansprache als Bürgermeister. Der Empfang bildete auch den Rahmen für die Verleihung des Bürgerpreises an Uwe Dühring.

16.01.2016
Anzeige