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Ostholstein Das große Jubiläum der Waldorfschule
Lokales Ostholstein Das große Jubiläum der Waldorfschule
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18:10 07.10.2017
Lautstark und mit viel Leidenschaft wurde das Odysseus-Spiel der sechsten Klasse auf die Bühne gebracht. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter
Lensahn

Das Unterrichten begann im September 1992 mit gerade einmal drei Lehrern. Bis 1995 gehörten die Klassen zur Lübecker Waldorf-Einrichtung. Sie waren zunächst in den Räumen einer ehemaligen Näherei untergebracht. Erst 1998 startete der Bau auf dem heutigen Gelände an der Lütjenburger Straße am Lensahner Ortsausgang. Der Einzug aller Klassen folgte vier Jahre später. All die baulichen Veränderungen waren während des gestrigen Festakts kaum ein Thema. Lediglich eine Ausstellung in einem der zahlreichen Schulgebäude erinnerte an die viele Arbeit, die auch Eltern in die Umsetzung steckten.

Die Waldorfschule in Lensahn besteht seit 25 Jahren. Was als Verein begann, hat sich längst in Ostholsteins Schullandschaft etabliert. Zum Jubiläum gab es einen großen Festakt mit zahlreichen geladenen Gästen und langjährigen Wegbegleitern. Schüler trugen Tanz und Theater bei.

Dr. Hubertus Hiller vom Vorstand des Schulvereins als Träger sprach stattdessen von den Hürden und dem Wagemut bei der Gründung. Beides sei im Laufe der Zeit aus dem Blick geraten. „Der Betrieb einer Waldorfschule war nicht selbstverständlich“, betonte Hiller. Deshalb solle man dankbar sein, dass es in Ostholstein gelungen sei, den Keim für eine solche Einrichtung zu legen. Lehrer könnten in großer Freiheit ihren Unterricht gestalten, auch mal vier Wochen lang an einem Thema arbeiten. Aber auch die modernen Erziehungswissenschaften seien einer der Leitfäden.

Positive Worte hatte auch Dr. Dorit Stenke, Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein, im Gepäck. Sie lobte das Engagement etlicher Menschen für die Schule und hob hervor, dass diese zu einer vielfältigen Schullandschaft im Norden beitragen würden. Aktuell gebe es zwölf Waldorfschulen und sie hoffe, dass dies so bleibe. Jedoch hat die Rendsburger Schule mit massiven finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, dort drohe die Insolvenz.

Zurück nach Lensahn, wo die Lage gut ist. Etwa 350 Mädchen und Jungen werden derzeit unterrichtet. Die stellvertretende Kreispräsidentin Bärbel Seehusen (SPD) stellte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Waldorfschule klar. Die richtige Schulform und das richtige Schulsystem würden immer wieder für heftige Diskussionen sorgen. „Jedes Kind ist einzigartig – da braucht man Vielfalt. Deshalb ist es gut, dass sie die Schule wählen und wechseln können“, sagte Seehusen. Ähnlich äußert sich Klaus Treimer, Vorstandsmitglied der VR Bank. Zudem überreichte er einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

Diese Geste sorgte ebenso für Applaus wie die Auftritte einiger Schüler. Das Schulorchester überzeugte gleich zu Beginn der Feierlichkeiten mit dem Kanon von Pachelbel. Etwas später folgten ein längeres Odysseus-Spiel der sechsten Klasse und eine Eurythmie-Einlage der Zwölfklässler.

Darüber hinaus hatten viele der Redner gutgemeinte Empfehlungen mit dabei. Der langjährige Lehrer Benno Baumanns sagte: „Ich wünsche Ihnen miteinander im Gespräch zu sein, auch wenn es manchmal schwer fällt.“

Von Sebastian Rosenkötter

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