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Das große Zählen: Ostholstein macht Inventur

Oldenburg Das große Zählen: Ostholstein macht Inventur

Dieser Tage herrscht Hochbetrieb. Unternehmer nutzen unterschiedliche Systeme, um die Warenbestände zu erfassen. Nur wenige zählen noch von Hand.

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Sandra Gerhardt bei der Inventur im Oldenburger Modehaus Johannsen. Jedes Einzelteil muss mit dem Scanner erfasst werden — rund 200000 Teile. 30 Mitarbeiter kommen bei der Warenerfassung zum Einsatz.

Oldenburg. Unmittelbar nach der Jahreswende beginnt in einer Vielzahl von Geschäften und Unternehmen das große Zählen. Für die alljährliche Inventur greifen die Betriebe auf ganz unterschiedliche Systeme zurück, um sich einen Überblick über die Artikel in Verkaufsräumen und Lagerbeständen zu verschaffen. Die LN ließen sich von den Unternehmern ihre unterschiedlichen Vorgehensweisen erläutern.

Die Analogen: Im Oldenburger Schreibwarenhandel „Speckmann & Vedder“ wird noch von Hand gezählt. Zehn Tage werden während des laufenden Betriebes rund 10000 Artikel gezählt. „Da helfen dann auch schon mal meine beiden Töchter“, sagt Juniorchef Heiko Reck. Dass hier noch nicht mit Scanner und Barcodes gearbeitet werden kann, hat seinen Ursprung in der Kleinteiligkeit. „Wir müssen zum Teil jedes Schächtelchen öffnen und den Inhalt zählen“, erläutert Reck. Angesichts des geräumigen Lagers sind die Angestellten in dem Familienbetrieb nicht gerade zu beneiden. Die Inventur hat für den Unternehmer aber auch gute Seiten, gibt Aufschluss über Ladenhüter und Artikel mit gutem Absatz. Reck nennt es die „Renner- und Penner-Statistik“, aus der er für das laufende Jahr Rückschlüsse für seine Bestellungen ziehen kann. Zudem offenbare die Inventur, was Langfinger bei ihren Stippvisiten haben mitgehen lassen.

Von Hand gezählt wird auch im Edeka-Großmarkt an der Göhler Straße in Oldenburg, beziehungsweise: Hier lässt man zählen. Betreiber Nils Weinberg hat dafür ein Unternehmen beauftragt. 20 bis 30 Mitarbeiter werden innerhalb von fünf bis sechs Stunden jedes Einzelteil des Großmarktes erfassen.

Zählen mit Scannern: Mit dem Scanner und einem sogenannten offenen Warenwirtschaftssystem hat sich für Thomas Nagel die Inventur erheblich vereinfacht. „Wo früher fünf Personen einen ganzen Tag lang gezählt haben, schafft das jetzt eine Person innerhalb von zwei Stunden“, sagt der Betreiber eines Naturkostladens. Mit einem Handscanner werden die Barcodes angepeilt, nur noch Wiege-Waren im Frischebereich müssen manuell erfasst werden.

Auch im Modehaus Johannsen bedient man sich dieser Methode. Über 200000 Einzelteile werden an einem Samstagnachmittag nach Schließung von rund 30 Mitarbeitern erfasst. Nicht nur die Auslagen im Modehaus und in den Boutiquen, auch die Dekoration, Artikel in den Schaufenstern und Lagerbestände müssen gezählt werden. „Eine manchmal ermüdende Aufgabe“, räumt Modehaus-Chef Lorenz Harms ein. Das eintönige Zählen habe man deshalb mit einem kleinen „Eventcharakter“ aufgepeppt: Mitarbeiter brächten Kuchen und Getränke mit, Pausen sorgten dafür, dass die Konzentrationsfähigkeit nicht verloren gehe, so Harms. Gerade in einem Modehaus profitiert auch der Unternehmer von der Inventur: „Wir sehen, welche Modemarken gut gelaufen sind“, so Harms.

Großes Zählen im Wald: Alle zehn Jahre wird im Kellenhusener Forst der Bestand unter die Lupe genommen. „Aus dem Ergebnis ergibt sich mein Arbeitsauftrag. Schließlich sind wir angehalten, nachhaltig zu wirtschaften“, erklärt Förster Thomas Tiede. In diesem Jahr ist Halbzeit und somit eine Zwischenrevision fällig. Tiede: Da wird dann zum Beispiel abgeglichen, ob Baumbestand und kalkulierte Holzentnahme übereinstimmen.“ Ist das nicht der Fall, werden Gespräche geführt. Der ursprüngliche Plan müsse dann gegebenenfalls korrigiert werden. Denn: „In zehn Jahren kann man eine ganze Menge falsch machen“, sagt Tiede.

„Die Inventur liefert wertvolle Hinweise für Bestellungen.“
Lorenz Harms, Kaufhaus Johannsen

Thomas Klatt

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