Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Das interkommunale Gewerbegebiet kommt später
Lokales Ostholstein Das interkommunale Gewerbegebiet kommt später
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:17 12.10.2017

Ursprünglich sollte das Areal bei Jahnshof bereits 2016 erschlossen und dieses Jahr erste Flächen verkauft werden. Zuletzt rechnete die Egoh – neben der Gesellschaft und der Gemeinde Gremersdorf selbst sind Oldenburg, Heiligenhafen und Lensahn am Projekt beteiligt – mit einem Baubeginn im Spätsommer 2017 (die LN berichteten). Wie Projektleiter Dirk Bremken berichtet, habe sich die Planung nun jedoch als weitaus komplexer erwiesen als zunächst gedacht. Er gehe deshalb davon aus, dass der erste Spatenstich „bestenfalls Ende des kommenden Jahres, vielleicht aber auch erst 2019“ erfolgen könne.

Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen reagieren enttäuscht, aber gefasst. „Natürlich ist jede Verzögerung ärgerlich“, sagt etwa Lensahns Verwaltungschef Klaus Winter (CDU), zumal seine Gemeinde bereits Interessenten vertrösten müsse, da sie keine Flächen mehr anzubieten habe. Auch Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) hätte lieber schon Grundstücke in Jahnshof anzubieten:

Unternehmen würden sich mit Blick auf die geplante feste Fehmarnbeltquerung schon jetzt nach geeigneten Standorten umschauen. Letztlich entscheidend sei aber, „dass es vorangeht“, betont er.

Voraussichtlich im Dezember will die Gremersdorfer Gemeindevertretung den entsprechenden Bebauungsplan verabschieden. Von Seiten der Kommune „tun wir alles, was in unserer Macht steht, um das Projekt voranzutreiben“, betont Bürgermeister Henning Pries (CDU). Er hoffe, dass das Vorhaben so schnell wie möglich realisiert werden könne. Keiner der Beteiligten sei glücklich über die Verzögerung, so Pries, „uns bleibt aber nichts anderes übrig, als uns in Geduld zu üben“.

Bei der Egoh, die maßgeblich die Planung betreut, spricht man von einem „unvorhersehbaren Arbeitsaufwand“. Beispielsweise hätten sich die Förderrichtlinien – die Initiatoren hoffen auf Zuschüsse vom Land – geändert. Dirk Bremken hofft, dass Anfang 2018 die endgültige Zusage kommt, damit die Arbeiten anschließend ausgeschrieben werden können.

Auch sei man seinerzeit von „ganz normalen Gewerbeflächen“ ausgegangen, erinnert sich Bremken. Mittlerweile habe sich jedoch herausgestellt, dass ein Lensahner Unternehmen im Zuge der Schienenanbindung der Beltquerung voraussichtlich den Standort wechseln müsse. Dafür werde allerdings ein als „großflächiger Einzelhandel“ ausgewiesenes Sondergebiet benötigt, erläutert der Planer.

Damit brauche man hier spezielle Genehmigungen wie für große Einkaufszentren – etwa das Luv-Center in Lübeck – obwohl das Angebot nicht vergleichbar sei. Trotzdem würden Teile des CampingSortiments als „innenstadtrelevant“ betrachtet. Dass das Unternehmen nur den Standort wechselt, spielt für das Genehmigungsverfahren laut Bremken keine Rolle: „Wir müssen alle Schritte genauso durchlaufen, als würde sich eine Firma ganz neu ansiedeln.“

Die Beteiligten hoffen, dass im Laufe des kommenden Jahres die Aufträge für die Erschließungsarbeiten vergeben werden können. Spätestens mit deren Beginn werde das Gewerbegebiet für ansiedlungswillige Firmen interessant, ist Martin Voigt überzeugt, „ein wichtiger Schritt für unsere Region“.

16 Hektar groß etwa soll das neue Gewerbegebiet an der A-1-Abfahrt Jahnshof werden. Davon sind 10,6 Hektar als Gewerbe- und der Rest als Grünflächen geplant.

Ziel der beteiligten Kommunen ist es, weitere Unternehmen in der Region anzusiedeln. Gerade im Hinblick auf den Bau des Belttunnels hoffen sie auf viele Interessenten für die Flächen.

Jennifer Binder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Gesamtheit des Lebens Jesu musikalisch darzustellen – keiner geringeren Aufgabe stellte sich Georg Friedrich Händel, als er im Jahre 1741 binnen 24 Tagen die Partitur „Messias“ schrieb. Das Oratorienkonzert war nun in Neustadt und tags darauf in Oldenburg zu erleben.

12.10.2017

Sabine Axt vom Projekt Frau & Beruf Ostholstein bietet von Oktober an auch in der Gemeinde Bosau Beratungen für Frauen an. Am Donnerstag, 19. Oktober, am 23. November und am 7. Dezember steht sie jeweils von 9 bis 13 Uhr für Beratungsgespräche im Verwaltungsgebäude in Hutzfeld, Hauptstraße 2, im Sitzungsraum im ersten Stock zur Verfügung.

12.10.2017

Informativ, amüsant, romantisch: Das Binchen-Kino, Albert-Mahlstedt-Straße 2A, in Eutin bietet an diesem Wochenende wieder ein vielfältiges Programm. Los geht es am Freitag um 20 Uhr mit dem deutschen Dokumentarfilm „Von Bananenbäumen träumen“ aus dem Jahr 2017.

12.10.2017
Anzeige