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Ostholstein Debatte um Kita-Beiträge im Ahrensböker Jugendausschuss
Lokales Ostholstein Debatte um Kita-Beiträge im Ahrensböker Jugendausschuss
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22:19 26.02.2016
Für einen Spaß zu haben waren zwei Angehörige des Jugendausschusses: Sissel Berg (CDU, l.) und die Vorsitzende Karin Beythien (SPD) ließen sich beim Besuch der Kita dazu überreden, für ein Foto die Schaukelpferde auszuprobieren. Quelle: Fotos: S. Latzel
Einen Teil der Tagesordnung vor Ort erkunden: Das stand anlässlich der Sitzung des Ahrensböker Ausschusses für Bildung, Jugend, Sport und Soziales am Donnerstagabend auf dem Programm. Die Ausschuss-Mitglieder besichtigten „Bökis Kinderhafen“ — eine Kita, mit der sich zwei Tagesmütter im Mai vergangenen Jahres selbstständig gemacht haben und die im Veranstaltungszentrum in der Lindenstraße, der ehemaligen katholischen Kirche, angesiedelt ist.

„Wir sollten Kindern das Fliegen beibringen. Doch wo sie landen, dürfen sie selbst entscheiden.“

Motto von „Bökis Kinderhafen“

„Wir sollten Kindern das Fliegen beibringen. Doch wo sie landen, dürfen sie selbst entscheiden“: Unter dieses Motto haben Rena Menzel und Anja Simonen ihre Arbeit im „Kinderhafen“ gestellt. „Wir verfolgen hier das Montessori-Prinzip“, erklärte Rena Menzel den Ausschuss-Mitgliedern: „Wichtig ist vor allem die Hilfe zur Selbstständigkeit.“ In den hellen, bunten Räumen neben dem Veranstaltungszentrum werden derzeit acht Kinder im Alter von einem Jahr bis dreieinhalb betreut — von wenigen Stunden pro Woche bis zur Vollzeitbetreuung. „Die Kita-Gründerinnen tragen das wirtschaftliche Risiko selbst“, betonte Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos).

Angetan waren die Ausschuss-Mitglieder offensichtlich vom Gesamtkonzept im „Kinderhafen“: Morgenkreis und gemeinsames Singen, Besuche von Musiklehrern, Ergotherapeuten und Logopäden, selbst gekochtes Essen und jeden Tag raus an die frische Luft. Die Kosten richteten sich nach der vereinbarten Zeit, berichtete Rena Menzel. Sie lägen beispielsweise bei 25 Stunden Betreuung in der Woche bei etwa 250 Euro im Monat plus zwei Euro täglich für das Mittagessen.

Um die Kosten für Kinderbetreuung ging es auch im Anschluss im Sitzungszimmer. Die CDU-Fraktion hatte im Hauptausschuss den Antrag gestellt, die Elternbeiträge zu erhöhen — und zwar um zehn Euro pro Monat ab dem 1. August dieses Jahres. Zusätzlich zu der bereits beschlossenen Erhöhung, nach der die Beiträge bereits um 15 Euro pro Monat erhöht wurden und zum 1. August erneut um fünf Euro steigen. Ohne die jetzt vorgeschlagene Anhebung würden die Beiträge ab dem 1. August in den Ahrensböker Kitas bei knapp 140 Euro für vier Stunden „Kernzeit“ in den Regelgruppen und bei 170

Euro in der Krippe liegen. So soll es nach dem Willen der SPD auch erst einmal bleiben. „Wir möchten keine weiteren Erhöhungen“, so die Ausschuss-Vorsitzende Karin Beythien (SPD). Die Fraktionen würden erneut beraten, das Thema soll zur nächsten Sitzung wieder auf die Tagesordnung.

Neben verschiedenen Sachstandsberichten kam auch die Situation der Gemeindebücherei zur Sprache: Aufgrund der eingeschränkten Öffnungszeiten sind offenbar die Ausleih-Zahlen gesunken — auch damit werde sich die Kommunalpolitik noch beschäftigen müssen, so Beythien. latz

LN

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