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Ostholstein Deichschau: Fehmarns Küste ist wieder sicher
Lokales Ostholstein Deichschau: Fehmarns Küste ist wieder sicher
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20:46 07.06.2017
Deichschau an der Ostküste der Insel Fehmarn: Erstmals übernahm Ann-Christin Bohnsack (3. von links) die Leitung. Quelle: Fotos: Schwennsen

Zwei Tage lang haben sie die Insel umrundet. Die erste Begehung fand vor, die zweite unmittelbar nach Pfingsten statt: Denn mit 42 Kilometer Länge lassen sich die Landesschutzdeiche auf Fehmarn nicht an einem einzigen Tag zu Fuß bewältigen. Seit einigen Jahren haben die Verantwortlichen die Frühjahrs- Deichschau sogar auf zwei Wochen verteilt.

Wallnau war im Winter das Sorgenkind – Die Instandsetzung für 2,5 Millionen Euro startet im August rechtzeitig vor der nächsten Sturmsaison.

Gestern Morgen zog Fabian Lücht vom Landesbetrieb für Küstenschutz eine positive Bilanz: „Fehmarns Deiche befinden sich in einem guten und wehrhaften Unterhaltungszustand.“

Das gilt – inzwischen wieder – auch für das größte Sorgenkind des vergangenen Winters. Beim Sturmtief „Axel“ drohte der Regionaldeich bei Wallnau zu brechen. Vor allem für den naheliegenden Campingplatz, aber auch angrenzende Flächen, hätte das verheerende Konsequenzen gehabt.

Die Situation war so brisant, dass das Land in einer Sofortmaßnahme die Außenböschung des Deiches auf einer Länge von rund 300 Meter sicherte. Allein dafür fielen Kosten von rund 200 000 Euro an (die LN berichteten). Jetzt inspizierten die Teilnehmer der Deichschau den Regionaldeich und ließen sich über die noch 2017 vorgesehene große Instandhaltung informieren.

Derzeit laufen die Planungen auf Hochtouren. „Wahrscheinlich wird im August begonnen, damit die Maßnahme Ende September rechtzeitig vor Beginn der neuen Sturmsaison abgeschlossen ist“, so Lücht.

Insgesamt stellt das Land für diesen neuralgischen Abschnitt 2,5 Millionen Euro bereit. Lücht: „Er ist derzeit aber der einzige Knackpunkt auf der Insel.“ Ansonsten gab es nur einige kleinere Abbrüche im Vorstrandbereich. Offen ist noch weiter, wann die große Deichverstärkung im Inselnorden im Bereich der Nördlichen Seenniederung beginnt. Zwischen Westermarkelsdorf und Puttgarden betrifft das den 11,5 Kilometer langen Landesschutzdeich. Vor drei Jahren hatte Lücht die Kosten auf rund 13,1 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen wurden bei Westermarkelsdorf gefährdete Pilzarten entdeckt, deren Schutz möglicherweise den Trassenverlauf beeinflusst. Lücht: „Aber es gibt ohnehin drei Varianten.“

Die Deichschau fand in bewährter Besetzung statt – fast alle Teilnehmer verfügen über langjährige exzellente Erfahrungen. Mit einer Ausnahme: Es fehlte diesmal der erkrankte Betriebshof-Leiter Wolfgang Jensen. Für ihn übernahm Ann-Christin Bohnsack die Regie bei der Begehung. Sie gebürtige Fehmaranerin ist aber auch schon seit vielen Jahren dabei.

Gerd-J. Schwennsen

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