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18:12 21.01.2017

„Es wird sich lohnen“: Das sagte der Ahrensböker Volker Hein voller Überzeugung, als er vor knapp drei Jahren seine Ausbildung zum Prädikanten begann. Jetzt ist der 51-Jährige kurz davor, ehrenamtlicher Prediger zu sein, und nach wie vor von diesem Schritt überzeugt: „Es war die richtige Entscheidung. Ich bin reich an neuen Erkenntnissen, und mein Grundvertrauen in Gott ist noch gewachsen.“

Volker Hein ist Prädikant in spe in der Gemeinde Ahrensbök. Quelle: Foto: Latz

Einladung

Seinen Abschluss-Gottesdienst hält Volker Hein am Sonntag, 5. Februar, von 10 Uhr an in der Ahrensböker Marienkirche.

Volker Hein, der hauptberuflich bei der Stadt Eutin arbeitet, bringt sich schon lange aktiv ins Gemeindeleben von Ahrensbök ein. Er organisierte Gebetsabende und Andachten und durfte auf Beschluss des Kirchengemeinderates auch einige Gottesdienste selbst gestalten. Doch Hein wollte Eigenverantwortung, und die bekommt er nun als Prädikant, also als eine Art Laienprediger. Dafür hat er an 15 Studienwochenenden teilgenommen, Hausarbeiten geschrieben, praktische Übungen absolviert und sich regelmäßig mit seinem Mentoren, einem Pastor im Ruhestand, getroffen. Jetzt steht die abschließende „Präsentation“ bevor: der Abschluss-Gottesdienst, den Volker Hein am Sonntag, 5. Februar, in der Ahrensböker Marienkirche halten wird.

Dann werden sich nicht nur Angehörige, Freunde, Kollegen und Gemeindemitglieder anhören und ansehen, was er gelernt hat – sondern auch Heins Mit-Prädikanten. Im Bereich der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland werden alle zwei Jahre 24 Ausbildungsplätze für die Ehrenamtler vergeben. Insgesamt 20 Frauen und Männer haben die Ausbildung bis zum Ende durchgehalten, berichtet Hein, jede und jeder von ihnen hält einen Abschluss-Gottesdienst, und die Mit-Prädikanten sollen sich mindestens zehn dieser Gottesdienste „außerhalb“ ansehen. „Um ein Feedback zu geben“, erklärt Hein, „die Nachbesprechung dauert drei Stunden.“

Hein hat dann die offizielle Legitimation dafür, „den Glauben so weiterzugeben, wie ich ihn verstehe“. In den Seminaren sei eine breite Themenpalette behandelt worden: das grundsätzliche Glaubensverständnis, Altes und Neues Testament, Predigtstile, Bekenntnisse, Vorurteile, Veränderungen innerhalb der Kirche, das Liturgie-Singen. „Es ging auch darum, wie man sich im kirchlichen Raum bewegt, wie man die Hände beim Segnen hält oder natürlich und authentisch spricht.“ Prädikanten dürfen zwar weder Beisetzungen noch Trauungen vollziehen, aber taufen – und so sei das Taufritual mit einer Puppe geübt worden, erzählt Hein.

Spaß habe es ihm gemacht, aus einem Bibel-Teil eine Heldengeschichte zu erdichten – sowie in die Natur zu gehen und etwas zu finden, „was zu mir spricht“. Er habe schließlich die Halterung für ein Fahrradschloss im Gras entdeckt, und die habe ihm gesagt, „dass jedes kleine Teil wichtig ist. Biblisch gesprochen: viele Glieder – ein Leib“. Gefreut hat sich Hein außerdem über seinen maßgeschneiderten Prädikanten-Talar – der ist klassisch schwarz, hat jedoch einen weiteren Ausschnitt als der der Pastoren. Beffchen oder Stola gibt es für die Ehrenamtler nicht.

Künftig wird Volker Hein fünf Gottesdienste im Jahr in Ahrensbök abhalten und je nach Bedarf Vertretungen übernehmen. Predigten sollten um die 15 Minuten lang sein, nennt er als Richtlinie und blickt seinem „Abschluss“ am 5. Februar sowohl nervös als auch voller Vorfreude entgegen. Dabei soll auch eine Sopranistin in der Marienkirche singen, Hein hat sich unter anderem „Gabriella’s Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ und „Go down Moses“ gewünscht. In seiner Predigt soll es um „Gottes Herrlichkeit“ gehen, kündigt er an und ist sich sicher: „Genau das ist es, was ich machen wollte.“ latz

LN

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