Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Der Blues kommt wieder in die Stadt
Lokales Ostholstein Der Blues kommt wieder in die Stadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:28 19.04.2017
Freuen sich auf Retro-Blues: Barbara Bloch von „Baltic Blues“, Hans-Ingo Gerwanski (Sparkasse) und Organisator Helge Nickel (r.). Quelle: Foto: Bz, Hfr
Anzeige
Eutin

 „Der Blues hat sich entwickelt, er ist moderner geworden“, erklärt Nickel das diesjährige Motto „Young Roots“.

Der Retro-Stil steht bei der 28. Auflage des Eutiner Festivals im Fokus – Los geht es am 18. Mai.

Allerdings war es gar nicht so einfach, gute Musiker zu finden, die den Retro-Blues aus den 1950er Jahren beherrschen und dem Motto der international renommierten Veranstaltung auf dem Marktplatz gerecht werden. „Gute Retro-Bands zu finden, ist schwierig“, sagt der Organisator. Am Ende kann sich die Auswahl an Gruppen hören lassen: Die 14 Acts kommen aus den USA, Polen, Frankreich, Finnland und der Schweiz. Die weiteste Anreise hat die argentinische Daniel de Vita Band, die am 21. Mai (14.45 Uhr) – wie immer kostenlos – für die Besucher spielt. Jung, modern, „respektlos“ treten auch die Jungs von „Gaffoot“ aus Norwegen auf. Für sie muss Nickel sogar einen leeren Benzinkanister für ihr Programm besorgen.

Neben neuen Gesichtern freuen sich die Vorstandsmitglieder Helge Nickel und Barbara Bloch auch auf alte Bekannte wie Georg Schroeter und Marc Breitfelder. Die Gewinner der internationalen Blues-Challenge in Memphis (USA) aus Kiel, die beim ersten Bluesfest mit ihrer alten Band das Eröffnungskonzert spielten, feiern am 18. Mai in Eutin ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Gemeinsam mit befreundeten Blues-Musikern aus dem Norden, Stars wie Abi Wallenstein mit „Spirit of the Blues“ und der „großen Dame des Chicago Blues“ Trudy Lynn lassen es die Jubilare ordentlich krachen.

Aber auch an den anderen Tagen gibt es unter anderem mit der „Jonn Richardson Band“ (USA/Frankreich) am 19. Mai und „Chris Kramer & Beatbox’n Blues“ (20. Mai, 15 Uhr) feinsten Blues zu hören. Wer am Abend noch nicht genug hat, kann zudem ab 23.30 Uhr die „Nightsessions“ im Brauhaus am Markt besuchen, bei denen immer zwei Bands des Festivals auftreten. Wer genau auf der Bühne steht, wird aber noch nicht verraten. Am letzten Tag, 21. Mai, beginnt das Überraschungskonzert bereits um 21 Uhr, Georg Schroeter und Marc Breitfelder präsentieren als Gastgeber der „Hosted Session“ als Abschluss einige Gruppen der vergangenen Tage.

„Die Leute, die gut gemachte Musik mögen, sind hier auf dem Festival genau richtig“, sagt Nickel. Auch Hans-Ingo Gerwanski von der Sparkasse Holstein, die das Fest von Beginn an fördert, ist überzeugt von der Veranstaltung. „Das Bluesfest ist ein tolles Event, das man auf jeden Fall unterstützen muss.“ Auch 2018 findet es statt. Wohin genau die Veranstaltung aufgrund von Bauarbeiten auf dem Marktplatz ausweicht, lässt Nickel offen. Nur so viel: „Italienische, dänische und estnische Bands fürs nächstes Jahr sind schon eingekauft.“

Maler Ole West stellt Werke zum Thema Blues nur für Eutin aus

Maritim geprägten Werke wie die Skizzen von Leuchttürmen haben den Maler Ole West weit über die Grenzen des Nordens hinaus bekannt gemacht. In einer Sonder-Ausstellung im Rahmen des Bluesfestes in Eutin zeigt Ole West nun ein anderes Gesicht. Seine Leidenschaft für diese Musikrichtung, von der er dem Veranstalter Helge Nickel auf dem Bluefest 2014 erzählte, bringt er in insgesamt 30 Zeichnungen zum Ausdruck.

„Wir sind sehr stolz darauf“, sagt Nickel und freut sich, dass er Ole West für seine Idee einer Ausstellung gewinnen konnte. Die Werke sind von Beginn des Festivals (Donnerstag, 18. Mai) an täglich von 10 bis 19 Uhr im Kultur-Café Klausberger am Markt zu sehen. Ermöglicht wird die Ausstellung durch die Kulturstiftung der Sparkasse Holstein.

Zu sehen sind Motive von berühmten Persönlichkeiten – wie dem „King of the Delta Blues“ Robert Johnson – und ihren Texten sowie von Themen, Eindrücken sowie Lebensstilen, die den Musikstil geprägt haben. „Die Bilder sind völlig unterschiedlich und einfach fantastisch“, sagt Helge Nickel über die Kunst. Bis August sollen die Werke im Kultur-Café zu sehen sein. „Die Ausstellung wird lange in Eutin nachwirken.“

 bz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige