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Ostholstein „Der Kampf gegen das Angelverbot fängt erst an“
Lokales Ostholstein „Der Kampf gegen das Angelverbot fängt erst an“
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20:13 27.04.2016

Das von der Bundesregierung geplante Angelverbot im Belt nördlich von Fehmarn (LN berichteten) bleibt in der Diskussion. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für Ostholstein, Ingo Gädechens, setzt sich mit Nachdruck dafür ein, auf das Verbot der Freizeitfischerei zu verzichten. Deshalb war er auch bei der Gründung eines Protestbündnisses und dem Beginn der Kampagne „Angeln verboten — wir wehren uns, mach mit!“ anwesend.

„Ich habe keine plausiblen Argumente für das geplante Angelverbot gehört“, erklärt Gädechens und berichtet weiter: „Vielmehr sagt sogar das oft als Kronzeuge benannte Thünen-Institut, dass das geplante Verbot der Freizeitfischerei nicht zu rechtfertigen ist.“ Neben der mangelnden Faktenlage für eine solche Maßnahme übersehe das Bundesumweltministerium zudem die wirtschaftliche und touristische Bedeutung der Angelfischerei — insbesondere in Ostholstein. Gemeinsam mit den Vorsitzenden der CDU-Landesgruppen aus den norddeutschen Ländern hat sich Gädechens an Umweltministerin Hendricks (SPD) gewandt und dringend Änderungen angemahnt. Nun liege die Antwort vor. Die Ministerin verteidige darin die bisherigen Verbotspläne. Gädechens dazu: „Es ist sehr schade, dass die Ministerin bislang keine Kompromissbereitschaft zeigt und weiterhin keine fundierten wissenschaftlichen Begründungen liefert.“ Einen Seitenhieb hat er für die SPD vor Ort. „Von Seiten der betroffenen Verbände und Praktiker aus der Region wurden die bisherigen SPD-Lösungsvorschläge verworfen und als untauglich bezeichnet.“ Insbesondere der Vorschlag Bettina Hagedorns für Einzelfallregelungen sei keine Lösung des Problems. „Ich hoffe, dass auch die SPD in Ostholstein konstruktiv gegen das Angelverbot wirkt“, so Gädechens.

LN

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