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Ostholstein „Der Markt ist der Ausgangspunkt“
Lokales Ostholstein „Der Markt ist der Ausgangspunkt“
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18:16 14.01.2016
Der Markt in Heiligenhafen hat für Ellen Schülke eine besondere Anziehungskraft. Quelle: Peter Mantik

Den ersten Gesprächstermin in Heiligenhafen hatte Ellen Schülke am Abend des 11. Dezember. Stau auf der Autobahn, Schülke rollte gestresst in die Stadt, sprach über das Bürgermeisteramt, erhielt ein positives Feedback und fuhr noch am gleichen Abend im Dunkeln wieder in Richtung Hamburg davon. Blind Date mit Heiligenhafen.

Doch die Gelegenheit, die Warderstadt bei Licht und am Tage zu begutachten, sollte sich schnell ergeben. Als sie am 21. Dezember erstmals vor Pressevertreter trat, war das für die 47-Jährige ein Kaltstart. Zwei Monate bis zur Wahl. Ein Schritt ins Ungewisse, ein Abenteuer, gewiss auch eine große Herausforderung. Schülke nimmt diese an, erkundet die Stadt von die Pike auf. „Für mich ist auch historisch bedingt der Markt Ausgangspunkt für alles. Für Demokratie, für die Gesellschaft.“ Sie würde auch wahrnehmen, dass trotz der tristen Jahreszeit der Markt stets belebt sei. Von hier aus startet Schülke ihre Erkundungsspaziergänge. Sie sagt: „Ich bewerte dies als einen Vorteil, völlig unvoreingenommen die Stadt neu kennen zu lernen. Mir bereitet das große Freude.“ Sie begeistere besonders der alte Stadtkern — und natürlich die Schönheit des Graswarders. „Ich bin dort bei Wind und Regen spazieren gegangen und auch von dort faszinierte mich der Ausblick auf die Stadt.“ Derzeit wohne sie in einer Ferienwohnung im Neubaugebiet Rauher Berg. „Morgens schaue ich zuerst über die Stadt hinweg in Richtung Ostsee.“ Doch all zu viel ruhige Momente für die Attraktionen der Stadt bleiben ihr dieser Tage nicht. Sie hat vieles nachzuholen — vor allem möchte sie die Heiligenhafener kennenlernen, ein Gefühl entwickeln für die Stadt. Beim Treffen der AG 60 Plus der SPD am Montag sei sie auf Bürger gestoßen, die sie mit konkreten Gedanken, Meinungen und Wünschen konfrontiert hätten. „Das fand ich ganz wunderbar und spannend. Die Menschen waren total aufgeschlossen, haben das Gespräch mit mir gesucht.“ Sie verspüre eine Art Aufbruchstimmung, den Wunsch nach Veränderung. „Sonst könnte ich mich auch nicht mit diesem großen Engagement auf diese Aufgabe stürzen“, erklärt Schülke.

Heiligenhafen von Kopf bis Fuß, 24 Stunden und sieben Tage die Woche — so könnte das Programm Schülkes bis zum Wahlsonntag beschrieben werden. Bis dahin sind viele Gespräche zu führen und neue Wege in der Stadt zu beschreiten. Sicher ist schon jetzt: Längst ist aus einem Blind Date eine ernsthafte Beziehung geworden.





Heiligenhafen hat die Wahl

pm

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