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Ostholstein Der kleine Zar — meine erste Achterbahn
Lokales Ostholstein Der kleine Zar — meine erste Achterbahn
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20:21 08.01.2016
Die Protagonisten: Der kleine Zar, Alesja und Hund Maksim.

„Der kleine Zar“ — das könnte auch eine Gute-Nacht-Geschichte sein. Gemeinsam auf Abenteuersuche gehen mit dem kleinen Zaren und seinen Freunden Alesja, Jurij und Andrej sowie Hund Maksim. Glänzende Kinderaugen, die Fantasie kennt keine Grenzen. Und wenn die Kleinen dann einmal ganz ruhig nur so dasitzen, dann sollen sie ab der Saison 2016 im Hansa-Park sogar das Kinderlachen im Hintergrund hören können. Auf den Spuren des kleinen Zaren.

Der „Schwur des Kärnan“ ist noch nicht ganz abgeschlossen, da möchten die Macher des Familienparks ihren kleinen Gästen bereits die nächste Geschichte erzählen: „Der kleine Zar — meine erste Achterbahn“. Das ist sogar wörtlich zu nehmen. Wir reisen Jahrhunderte zurück — in die Zarenzeit. Endlos lange Winter. Die Langeweile der Adligen führte dazu, dass Holzrampen erbaut wurden, auf denen die Herrschaften und Kinder auf Eisblöcken ganz herrlich rutschen konnten. Die erste Achterbahn hatte den Namen „Russischer Berg“.

Nach Europa brachte Feldherr Napoleon Bonaparte die Errungenschaft. „Wir haben die Historie aufgegriffen und eine kindgerechte Story konzipiert“, erzählt Park-Chefin Claudia Leicht. Der kleine Zar sei so etwas wie ihr „Baby“, ein persönliches Anliegen. „Diese Bahn rundet unser Achterbahn-Portfolio nach unten ab, wie zuvor Kärnan nach oben“, sagt Leicht.

Sie erzählt, wie der kleine Zar und seine Freunde die erste Achterbahn dieser Welt erfinden. Es handelt sich wie bei den Vorgängern „Fluch von Novgorod“, „Schlange von Midgard“ oder eben auch „Kärnan“ um eine Inszenierung, eine aufwendig gestaltete Hintergrundgeschichte, die auf Augenhöhe mit dem eigentlichen Fahrgeschäft zu sehen ist. Genau an dieser Stelle unterscheiden sich die Sierksdorfer vom Rest der Spaßparkwelt.

Claudia Leicht freut sich auch, den idealen Platz für die neue Attraktion gefunden zu haben. „Der kleine Zar wird

seinen Platz zwischen Jahrmarkt und ,Fluch von Novgorod‘ erhalten. Da passt er thematisch optimal hin.“ Alles weitere, etwa wie lang, schnell und hoch die Bahn sein wird — daraus machen die Leichts noch ein Geheimnis. Klar ist nur: „Diese Bahn ist für kleine Gäste und deren Eltern gedacht. Ich kann aber versprechen, dass in dieser Bahn so viel Herzblut steckt wie in Kärnan.“

So wird Spannung aufgebaut. Derzeit tappen sogar die sonst so ausgezeichnet vernetzten „Coasterfriends“ im Internet noch im Dunkeln. „Der kleine Zar“ erhält jetzt erstmals ein Gesicht in der Öffentlichkeit. „Mehr wird aber momentan nicht verraten“, sagt Claudia Leicht.

Dann wäre da noch ein weiteres Familien-Fahrgeschäft, das in der neuen Saison für Furore sorgen soll: „Hanseflieger“ ist der Name des Kettenkarussells. Ein so genannter Wellenflieger — weil der Turm sich neigt und im Flug eine Wellenbewegung beschreibt. Sein Platz wird dieses Fahrgeschäft neben dem Holsteinturm finden. Claudia Leicht sagt: „Wir sprechen von einer Park-Matrix. Uns ist wichtig, dass in jedem Bereich des Parks alle Zielgruppen eine Attraktion vorfinden.“ Kurze Wege zum Spaß — und dennoch alle zusammen. Eben Familienfreundlich.

Weichen müssen der El-Paso-Express sowie „Torre des Mar“ aufgrund der veränderten Windsituation durch „Kärnan“. Claudia Leicht verrät mit Blick in die Zukunft: „Wir werden uns nicht vergrößern, sondern qualitativ verbessern.“

Bis irgendwann eine komplette Hanse-Welt erschaffen ist. Das Lebenswerk der Familie Leicht.

Baustelle „Kärnan“
Bauabschnitt II, Thematisierung: Hyper-Coaster „Kärnan“ rollt bereits seit einer Saison, doch das Großprojekt ist noch nicht abgeschlossen. Derzeit arbeitet das Hansa-Park-Team an der Thematisierung, am Feinschliff. Hierfür werden beispielsweise circa 200000 Verblendersteine an der Außenseite des Turms angebracht, damit „Kärnan“ seinem Vorbild aus Helsingborg wie ein Zwilling ähnelt.


Weitere Aufgaben: Dann wäre da die technische Seite, Lichteffekte, Audiosysteme, kilometerlange Kabel, Monitore. Daher wird die Thematisierung auch nicht zum Saisonstart fertiggestellt sein können.



Claudia Leicht erklärt: „Die Thematisierung ist unglaublich aufwendig. Wir wollen uns da auch die Zeit nehmen, damit am Ende alles perfekt ist. ,Kärnan‘ ist mehr als eine Achterbahn, sondern eine auf historischen Fakten basierende Geschichte. Wir möchten die Besucher schon vor der Fahrt an die Hand nehmen.“
• Infos, Fotos und einen neuen Videoclip gibt es im Internet unter: www.kärnan.de

Peter Mantik

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