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Lokales Ostholstein Der neue Studienleiter am Kellersee
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21:17 18.05.2017
Kilian Lembke, Leiter der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte. Quelle: Foto: Pet

Seit 1. April ist der 36-jährige Politikwissenschaftler Kilian Lembke Studienleiter der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte in Malente – und sein Einstieg in die neue Aufgabe verspricht spannend zu werden. Denn im Jahr 2018, für das jetzt das Programm zusammengestellt wird, feiert die Bildungsstätte nicht nur ihr 50-jähriges Jubiläum, das groß zelebriert werden soll. Es gilt auch, zwei historische Ereignisse zu würdigen: den 200. Geburtstag von Karl Marx und 100 Jahre Novemberrevolution, die zum Sturz der Monarchie führte und vom Matrosenaufstand in Kiel eingeläutet wurde.

Lembke freut sich auf die neue Aufgabe – auch weil das Arbeitsverhältnis „auf Langfristigkeit angelegt ist“. Im Universitätsbetrieb gibt es für Nachwuchs-Wissenschaftler so gut wie nur noch Zeitverträge. Lembke hatte bisher eine befristete Stelle am Institut für Sozialwissenschaften im Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Kiel. Dort hat der gebürtige Norderstedter über kommunale Kulturarbeit promoviert. „Ein weitgehend unbeachteter Bereich in der Kulturpolitikforschung“, erläuterte Lembke, als er sich jetzt in Malente der Presse vorstellte. Im Jahresprogramm 2018 wird sich etwas zu seinem Spezialgebiet finden. Einfließen sollen ebenso die Themen Digitalisierung und Medienwandel sowie Gleichstellung und Vielfalt der Lebensformen, gab der neue Leiter einen kleinen Vorgeschmack.

Lembke schwärmt über die direkt am Kellersee gelegene Weiterbildungseinrichtung. „Die Atmosphäre im Haus ist großartig.“ 70 bis 80 Seminare, der größte Teil davon politische Bildung, richtet die Gustav-Heinemann-Bildungsstätte jährlich aus. Mit 160 000 Euro unterstützt der Bund, mit 80 000 Euro das Land die Arbeit. 10000 Übernachtungen werden bei eigenen Seminaren und Gasttagungen gebucht. Außerdem können Vereine, Verbände, Unternehmen oder Gewerkschaften das Haus für Tagungen nutzen.

„Manche kommen seit über 30 Jahren hierher, zum Teil zehn bis zwölf Mal im Jahr“, sagt Kilian Lembke beeindruckt von der Treue der Gäste. Die idyllische Lage direkt am Kellersee spiele dabei eine wichtige Rolle. „Die Lage ist ein absolutes Pfund, ein Bonus, der obendrauf kommt.“ Entsprechend gut sind die Buchungszahlen. Die Auslastung liege im Durchschnitt über 80 Prozent. Die Gustav-Heinemann-Bildungsstätte ist SPD-nah, aber in ihrer Arbeit parteiunabhängig. „Das Programm wird nicht auf rote Inhalte geprüft“, scherzt Lembke. Wichtig sei wirtschaftliches Arbeiten. Er selbst besitze ein SPD-Parteibuch, sei aber kein aktiver Parteiarbeiter.

pet

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