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Deutsch-dänisches Kleingärtner-Projekt

Ratekau Deutsch-dänisches Kleingärtner-Projekt

Ratekauer haben „Hibiskus“ ins Leben gerufen / EU fördert das gemeinsame Programm der Gartenfreunde.

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„Das passt alles gut zusammen“, finden Fritz Reuter, Hartmut Daene und Klaus-Dieter Pfeffer (v.l.) vom Kleingärtnerverein Ratekau sowie die Kräuterpädagogin Heidrun Leddin, die das Projekt „Hibiskus“ entwickelt haben.

Quelle: Fotos: S. Latzel

Ratekau. „Kolonihave“ wird in naher Zukunft eine wichtige Dänisch-Vokabel für Ratekaus Kleingärtner sein, ebenso „neglesaks“ und vielleicht auch „snegl invasion“ – also in etwa „Kleingarten“, „Heckenschere“ und „Schneckenplage“. Der Grund dafür heißt „Hibiskus“: Das ist ein Projekt zur deutsch-dänischen Kleingärtnerverständigung, für das die Ratekauer erfolgreich EU-Fördergeld eingeworben haben und das im September beginnt.

LN-Bild

Ratekauer haben „Hibiskus“ ins Leben gerufen / EU fördert das gemeinsame Programm der Gartenfreunde.

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„Hibiskus“ steht dabei für „Hildegard von Bingen, Gesundheit und Heilung aus dem Kleingarten“, und wie es zu diesem doch eher langen Namen kam, erklärt Fritz Reuter, Vorsitzender des Ratekauer Kleingärtnervereins von 1954. „Wir haben vom Kultkit-Programm gehört und wollten mitmachen“, sagt er. Über Kultkit fördert die EU kleine Projekte in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit in der deutsch-dänischen Grenzregion. „Wir sind einfach zur Vorstellung des Programms nach Næstved gefahren, wollten etwas zur Gartenkultur machen“, so Reuter.

Dabei hatten die Ratekauer nicht unbedingt damit gerechnet, tatsächlich einen für Fördermittel unabdingbaren dänischen Partner für ein gärtnerisches Projekt zu finden. Doch siehe da: Vor Ort war auch Anne Moloney, Vorsitzende von „Den Helbredende Have på Fejø“, also des „Heilbringenden Gartens von Fejø“, einer Insel nördlich von Lolland. Die Dänin vermittelte zum einen den Kontakt zu den dänischen Kleingärtnern vom Verein „Skandsen“ in Nakskov (Lolland). Zum anderen setzte sich von ostholsteinischer Seite aus die Kräuterpädagogin Heidrun Leddin mit Anne Moloney in Verbindung.

Heidrun Leddin betreibt am Museumshof Lensahn einen Kräutergarten nach den Lehren der Heilkundlerin Hildegard von Bingen und gibt Kräuterseminare im Ratekauer Dorfmuseum. „Das passt alles gut zusammen“, meint Fritz Reuter, „denn nach Hildegard von Bingen gehören zum Gesundbleiben auch gesunde Lebensmittel – und genau die sind ein wichtiges Anliegen der Kleingärtner.“

Es folgte ein Treffen auf der Ostsee, denn die deutschen und dänischen Gartenfreunde nutzten für ihre Zusammenkunft eine Fähre der Vogelfluglinie von Puttgarden nach Rødby und zurück. „Wir mussten viermal hin und her fahren, bis wir alles besprochen hatten“, erinnert sich Heidrun Leddin. Herausgekommen ist dabei – in Zusammenarbeit mit dem ostholsteinischen Kreisverband der Kleingärtner – ein spannendes Programm auf größtenteils pflanzlicher Basis, sozusagen, das die EU mit insgesamt gut 15000 Euro unterstützt.

Im Rahmen von „Hibiskus“ werden im September 40 dänische Kleingärtner die Landesgartenschau in Eutin besuchen. Umgekehrt besichtigen 40 deutsche Kleingärtner den oben genannten „Heilbringenden Garten auf Fejø“. Auf deutscher und dänischer Seite werden Vorträge gehalten, etwa zum Thema „Bienen im Garten – wichtige Helfer“. Bei gegenseitigen Besuchen wollen die Kleingärtner einen Kräutergarten anlegen, und schließlich soll das Projekt in einer zweisprachigen Broschüre zusammengefasst werden.

„Wir wollen den Europa-Gedanken voranbringen“, betont Fritz Reuter. Es gehe ums Kennenlernen, um Verständnis und um freundliches Miteinander. Die Zweisprachigkeit solle dabei nicht zu kurz kommen, heißt es. Für Reuter selbst ist das kein Problem, er ist mit einer Dänin verheiratet und spricht die Sprache der Nachbarn. „Viele Dänen sprechen umgekehrt auch gut Deutsch“, sagt er. Ansonsten gilt es eben, ein wenig Garten-Vokabular zu pauken, und da ist mit „kolonihave“ doch schon ein Anfang gemacht.

Sabine Latzel

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