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Ostholstein Deutsche und dänische Schüler arbeiten fürs „B.E.L.T.“-Projekt
Lokales Ostholstein Deutsche und dänische Schüler arbeiten fürs „B.E.L.T.“-Projekt
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20:41 14.11.2016
Lernen viel über die Grenzregion: Marie Küster (oben v.l.), Milene Knaack, Silke Tannert, Nele Klück, Marven Boller, Matti Eisbrenner, Kim Christin Kämpfer (unten v.l.), Laura Mocigemba, Marie Wehrend und Darlin Tabbert. FOTO: B. ZILL

Eineinhalb Jahre lang waren Gerald Schlüter, Lehrer an der Beruflichen Schule Eutin und Europakoordinator, und seine Kollegen mit dem Förderungsantrag für das Europäische Grenz-Projekt beschäftigt. Dann wurden die knapp 300 000 Euro endlich bewilligt: Das Vorhaben, das das Miteinander zwischen deutschen Oberschülern aus Eutin und dänischen Schülern des „Zealand Business College“ Vordingborg fördern soll, konnte im August endlich starten.

„Das Projekt bereitet für die Ausbildung und den späteren Beruf vor. Kim Christin Kämpfer (18)

Einen Name für das Projekt, an dem sich 22 Berufsschüler beteiligen, fanden die Schüler schnell: „B.E.L.T. – Be Europe – Learn Together“: eine Abkürzung, in der der Gedanke der Zusammenarbeit und die Grenzregion zwischen Ostholstein und Dänemark gut widergespiegelt wird.

Nun treffen sich die Schüler, die ihre Mittlere Reife im Zweig Wirtschaft absolvieren, jede zweite Woche und bereiten sich in Teams auf ihren ersten Besuch in Vordingborg vor.

„Die Schüler haben richtig Lust drauf“, sagt Schlüter. Er weiß aber auch, dass es für die Jugendlichen viel Arbeit bedeute – auch neben der Schule muss Zeit investiert werden. Beispielsweise müssen sie mit ihren dänischen Partnern Kontakt halten. Das funktioniert übers Internet und auf Englisch. „Wir haben auf Facebook eine Gruppe erstellt“, erklärt Nele Klück (17), die sich mit ihren Teammitgliedern zum Beispiel über die Rechtsformen der Länder auseinandersetzt. Ziel ist es, eine länderübergreifende Schülerfirma zu gründen. Beim ersten von insgesamt drei jährlichen Besuchen Anfang Dezember sollen erste Maßnahmen ergriffen werden. „Wir müssen uns gemeinsam in der Gruppe für eine Rechtsform entscheiden“, sagt Kim Christin Kämpfer. Die 18-Jährige arbeitet an den Arbeitsbedingungen im Grenzgebiet. Dazu wird ein Film gedreht. Laura Mocigemba und Milene Knaack erstellen eine Internet-Seite, Darlin Tabbert und Silke Tannert kümmern sich um das Logo.

Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels in Deutschland sei es wichtig, die Mobilität zu fördern, sagt Schlüter. „Die Schüler sollen den Arbeitsmarkt, die Wirtschaft und Kultur des jeweiligen Landes kennenlernen“, erklärt er. Damit die Themen gemeinsam in knapp zwei Wochen vorgestellt werden können , müssen einige Herausforderungen in der Vorbereitung überwunden werden. „Vor allem die Kommunikation muss stimmen“, sagt Kim Christin Kämpfer.

Trotz einiger Schwierigkeiten überwiegt die Lust am Projekt. „Ich arbeite gerne mit Leuten aus dem Ausland zusammen“, erklärt Laura Mocigemba. Nele Klück: „Alle haben die gleichen Ansichten.“ Am 8. Dezember machen sich die Schüler auf nach Vordingborg. „Ich freue mich, Dänemark kennenzulernen und mit den Dänen zu arbeiten“, sagt Darlin Tabbert. Kim Christin Kämpfer ist froh, dass sie dabei sein kann. „Das Projekt bereitet für die Ausbildung und den späteren Beruf vor.“

Das Projekt dauert bis Juli 2019. Ab Sommer 2017, wenn das Team den Abschluss in der Tasche hat und die Europaschule verlässt, führen neue Schüler die Firma weiter. Bis dahin werden die Gründer alles daran setzen, dass „ B.E.L.T.“ auf einem sicheren Fundament steht. „Wir werden den Prozess ausbauen, so dass das Projekt fest besteht“, ist Laura Mocigemba sicher.Beke Zill

LN

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