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Ostholstein Die Eutiner Festspiele sorgen für Missklänge
Lokales Ostholstein Die Eutiner Festspiele sorgen für Missklänge
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21:56 10.11.2016
Da stand noch die Oper im Mittelpunkt: „Der Freischütz“ auf der Freilichtbühne. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Eutin

Das Kuratorium der Kulturstiftung Ostholstein ist schwer verstimmt über die Eutiner Festspiele. Die wollen 2017 nur noch die Operette „Die Fledermaus“ auf die Bühne bringen. Das hatten Geschäftsführerin Sabine Kuhnert und Intendantin Dominique Caron am 14. Oktober bekanntgegeben. Die Kuratoriumsmitglieder erfuhren davon aus der Presse, obwohl die Kulturstiftung zu den Förderern der Festspiele zählt.

„Ich hätte diese Information gerne vorab gehabt“, bemerkte dazu der Kuratoriumsvorsitzende und CDU-Kreistagsabgeordnete Harald Werner auf der gestrigen Sitzung, auf der es um den Haushalt der Stiftung zur Förderung der Kultur und der Erwachsenenbildung in Ostholstein ging, wie die Stiftung korrekt heißt. Die plötzliche Konzentration auf die Operette habe ihn sehr überrascht, ebenso, dass Caron „ein Gastspiel in einem anderen Ort“ übernimmt.

Vertreter anderer Fraktionen stimmten in die Kritik mit ein. So berichtete Peter Baldus von Befremden ebenso in den Reihen der SPD-Fraktion. „Wir als Kreis, Land und Stadt subventionieren diese Einrichtung, da hätten wir uns eine Erklärung gewünscht.“ Gerhard Fritsche (SPD) verwies darauf, dass Eutin immer eine Opernbühne gewesen sei. Wenn das nun geändert werde, stelle sich die Frage:

„Wollen wir Operette fördern?“ Andererseits räumte Fritsche ein, man könne „nicht dauernd Oper machen“, wenn die Auslastung fehle. Auch Margret Möller (FDP) zeigte ein gewisses Verständnis für die Hinwendung zur Operette. „Landauf, landab werden Opern aufgeführt. So ganz einfach ist das nicht“, billigte sie der Neuen Eutiner Festspiele gGmbH zu. Allerdings: „Operette ist nicht Oper“, fügte die Liberale hinzu. „Wir haben immer einen hohen Anspruch gehabt.“ Die Operette treffe nicht mehr den Auftrag.

Werner kündigte an, das Kuratorium werde sich für die nächste Sitzung in die Opernscheune einladen, damit die Festspiele die versäumte Information nachholen können. Landrat Reinhard Sager (CDU) empfahl, sich die konzeptionelle Planung über 2017 hinaus darlegen zu lassen. Die Kulturstiftung des Kreises wird die Eutiner Festspiele 2017 erneut mit 25000 Euro fördern, nach ausnahmsweise 35000 Euro in diesem Jahr. Mit dem Zuschlag wurden Mehraufwendungen durch die Landesgartenschau ausgeglichen. Das Land gab 110000 statt wie üblich 80000 Euro. Die Stadt Eutin hatte ihren Zuschuss auf 105000 Euro erhöht.

 pet

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