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Ostholstein Die Eutiner Mischpoke spielt jetzt im „Binchen“
Lokales Ostholstein Die Eutiner Mischpoke spielt jetzt im „Binchen“
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20:10 26.06.2013
Von Ulrike Benthien
Proben für das Boulevardstück „Messe-Diener“, das Ende Oktober im Eutiner „Binchen“ Premiere feiern wird: Ulrike Krieger (v. l.), Frank Müller, Uwe Wallbrecht und Holger Schröder. Quelle: Fotos: hfr
Eutin

Der Begriff Mischpoke stammt aus dem Hebräischen und steht für Familie, Gemeinschaft, Bande. Als Theaterfamilie, kreative Gemeinschaft und lustige Bande sieht sich der Verein, der seit vielen Jahren in den Eutiner Schlossterrassen/Theater am Schloss Weihnachtsmärchen und andere Stücke auf die Bühne gebracht hat. Und was braucht eine Familie? Ein Heim. Nachdem der langjährige Spielort aufgrund der städtischen Planungen nicht mehr zur Verfügung steht, haben die Akteure nun — vorläufig — ein neues Zuhause gefunden: Sie schlüpfen unter das Dach des Kulturbundes und des von ihm betriebenen Kommunalen Kinos „Binchen“.

Alexander Grau, erster Vorsitzender des Theaters Eutiner Mischpoke, ist den Verantwortlichen sehr dankbar: „Es ist toll, dass sie uns die Möglichkeit geben, dort zu spielen.“ Seinem Verein nehme dieses Angebot eine Last von den Schultern. „Die Unsicherheit ist vorbei. Alle freuen sich, dass wir loslegen können.“ Und damit wurde auch nicht gewartet, die Proben laufen bereits. Allerdings noch nicht die für das Weihnachtsmärchen.

„Nach zehn Jahren studieren wir erstmals wieder ein Stück für Erwachsene ein, ein Boulevardstück“, sagt Grau. Abgestimmt auf die räumlichen Gegebenheiten des „Binchens“ wurde ein Vier-Personen-Stück ausgewählt: „Messe-Diener“ vom bekannten Boulevard-Autoren Frank Pinkus spielt in einem Hotelzimmer. Es geht um Verwechslungen, Lügen und Liebe — klassische Komödien-Zutaten. „Pointenreiche Dialoge“, verspricht Grau, der Regie führen wird.

Premiere für die „Messe-Diener“ soll Ende Oktober sein, geplant sind acht Aufführungen, jeweils donnerstags und sonntags. Bei Erfolg soll das Stück möglicherweise in 2014 wieder aufgenommen werden.

Beim Weihnachtsmärchen — ihr mittlerweile 17.! — haben Alexander Grau (40) und seine Mitstreiter auf Paul Maar und Christian Schidlowsky zurückgegriffen: Die Mischpoke wird „Peer & Gynt“ zeigen, ein Stück für Kinder (und Erwachsene) ab sechs Jahren. „Dabei wirken insgesamt neun Schauspieler mit, das ist viel für die kleine Bühne“, sagt Grau. Weil gerade die jüngeren Zuschauer immer ihren Spaß

daran hätten, lasse er auch die Gänge bespielen.

Acht Aufführungen plus Schulvorstellungen wird es von „Peer & Gynt“ geben. „Das sind zwei Termine mehr als jeweils in den Jahren zuvor, aber nur so kommen wir auf die Zuschauerzahlen und Einnahmen, die wir benötigen“, erklärt Grau. 100 Plätze hat das „Binchen“, das Theater am Schloss bot rund 400 Zuschauern Platz. „Wir sind froh darüber, dass es für uns nahtlos weitergeht, hoffen aber trotzdem, dass es eine Übergangslösung ist“, sagt der Mischpoke-Vorsitzende. Zum Weitermachen seien die Vereinsmitglieder auch von vielen Fans bestärkt worden. „Für viele Menschen gehören unsere Aufführungen zur Adventszeit einfach dazu. Von vielen Seiten gab es enormen Zuspruch und Bitten, unbedingt unser Weihnachtsmärchen zu spielen.“

Für alle, die es kaum erwarten können: Karten gibt es ab 1. August in der Tourist-Info Eutin, Markt 19, Telefon 04521/70 97 34.

Ulrike Benthien

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