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Ostholstein Die Holzernte läuft: Wanderer müssen andere Wege wählen
Lokales Ostholstein Die Holzernte läuft: Wanderer müssen andere Wege wählen
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22:16 02.09.2013
Hund „Biene“ freut sich über den Ausflug mit Alexander Decius. Der Revierleiter von Wüstenfelde begutachtet im Prinzenholz und Beutzkamp die Vorbereitungen für den Holzeinschlag. Quelle: Foto: Benthien

Wer am Luisenweg am Kellersee oder vom Großen Eutiner See aus am Hundeplatz vorbei Richtung Sibbersdorf spaziert, läuft oder radelt, mag sich wundern: Im Wald sind Schotterwege und größere Flächen, ebenfalls mit Schottertragschicht, geschaffen worden. In der LN-Redaktion haben sich bereits Bürger gemeldet, die Knickbeseitigung und möglichen Kahlschlag im Wald befürchten. Die Maßnahmen hat der Revierförster von Wüstenfelde, Alexander Decius, veranlasst. „Es handelt sich um Erstaufforstungsflächen. Sie sind 25 bis 30 Jahre alt und müssen jetzt erschlossen werden“, erklärt er.

Im Beutzkamp habe es bisher nur Wegschneisen gegeben, die nicht für Fahrzeuge geeignet seien. Für die Holzernte müssen aber schwere Transporter an- und abfahren können. Um die am Wegrand gelagerten langen Stämme abholen zu können, benötigen diese auch Wendeplätze.

Über Decius' ganzes Revier verstreut — auch in Krummsee, Malkwitz, Nüchel — werden jetzt Bäume gefällt. Zum Teil ist ein Harvester, ein Vollernter, im Einsatz, zum Teil setzen Forstarbeiter die Motorsäge an. Gefällt werden Nadelbäume, Buchen, Eichen. Insgesamt werden in diesem Jahr im Revier Wüstenfelde rund 7000 Festmeter Holz gemacht, 1500 davon im Beutzkamp und im Prinzenholz.

Vermutlich Anfang kommender Woche sollen die Arbeiten dort beginnen, „dann werden die Waldwege aus Sicherheitsgründen weiträumig abgesperrt“, kündigt der Förster an. Für etwa 14 Tage werden sich Naturliebhaber andere Strecken suchen müssen.

Um die besorgten Eutiner zu beruhigen: Gefällt werden nur die rot markierten Bäume im Wald. Damit erhalten die nachwachsenden bessere Wachstumsbedingungen: mehr Licht, mehr Raum. In Wegemaßnahmen in seinem Revier investiert Alexander Decius in diesem Jahr circa 100 000 Euro. Sie beinhalten auch die Befestigung von Waldwegen, die bei der Holzabfuhr im vergangenen Jahr beschädigt wurden. „Das ist eine große Summe für eine einzelne Försterei“, sagt Decius. Und auch die Ausnahme. In der Regel würden zwei bis fünf Prozent des Umsatzes einer Försterei in die Wegepflege fließen. Er erwirtschafte in Wüstenfelde im Jahr durchschnittlich 400 000 Euro, so Decius. ben

LN

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