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Ostholstein Die Jahreszeiten — dargeboten in einem großen Konzert
Lokales Ostholstein Die Jahreszeiten — dargeboten in einem großen Konzert
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22:24 05.11.2013
Der lyrische Tenor Andreas Karasiak gehört zu den herausragenden deutschen Vertretern seines Fachs. Quelle: Fotos: hfr
Eutin

25 Jahre nach der ersten Aufführung des Oratoriums „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn (1732 — 1809) durch die Eutiner Kantorei erklingt dieses große Werk am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr erneut in der Michaeliskirche. Die Kantorei bestreitet das Konzert mit dem Hamburger Kammerchor „Cantico“, dessen Leiter Norbert Hoppermann vielen Eutiner Musikfreunden noch ein Begriff ist aus seiner Zeit als Kirchenmusiker der katholischen Mariengemeinde. Es spielt das Orchester der Kantorei mit seiner Konzertmeisterin Anna Melkonyan.

Die Oratorien „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“ von Haydn sind die ersten bedeutenden Werke ihrer Gattung nach Georg Friedrich Händel und gehören bis heute zu den populärsten Oratorien überhaupt. „Die Jahreszeiten“ können als Gegenstück zur „Schöpfung“ verstanden werden. „Die Schöpfung“ schildert und preist die Erschaffung der Welt und der ersten Menschen. „Die Jahreszeiten“ erzählen vom Leben des Menschen in der Natur im Ablauf des Jahres, nach dem Gesetz, das Gott der Welt gegeben hat.

Gleichzeitig sind Haydns „Jahreszeiten“ ein Abbild der menschlichen Existenz.

Vieles von Haydns großartiger Musik gehört bis heute zum klassischen Fundus der Musikliteratur. Seien es Chöre wie der Frühlingschor „Komm, holder Lenz“, die Schilderungen von Sonnenaufgang oder Gewitter oder die mitreißende Weinlese (samt dazugehörigem Trinkgelage). Seien es Szenen wie die drastisch in Musik gesetzte Parforce-Jagd oder das Liebesduett der Landleute Hanne und Lukas. Oder sei es die große Bassarie am Ende des Oratoriums, wo es um Fragen des Sterbens und des ewigen Lebens geht.

Der Aufwand für die „Jahreszeiten“ ist im Vergleich zur „Schöpfung“ noch gesteigert: Der Komponist verlangt neben dem Chor ein großes Orchester und drei Solisten. In der Eutiner Aufführung am 10. November singen Sylvia Koke (Sopran), die schon im vergangenen Jahr beim Volkstrauertag-Konzert zu erleben war, der Tenor Andreas Karasiak und der Bassbariton Andreas Wolf. Sylvia Koke sang unter Sir Colin Davis die „Königin der Nacht“, und der lyrische Tenor Andreas Karasiak gehört zu den herausragenden deutschen Vertretern seines Fachs. Der Bassbariton Andreas Wolf, Meisterschüler von Thomas Quasthoff, singt besonders die großen Mozartpartien seines Fachs unter Dirigenten wie William Christie, Jordi Savall, Marcus Creed oder Sylvain Cambreling.

Karten gibt es im Kirchenbüro, Telefon 045 21/701 30. Die Konzertkasse ist ab 16 Uhr geöffnet.

LN

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