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Ostholstein Die Last mit der Liebe
Lokales Ostholstein Die Last mit der Liebe
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18:26 01.07.2017
Die ersten neuen Liebesschlösser wurden bereits an der Grömitzer Sonne angebracht. Quelle: Fotos: Rosenkötter (2), Hfr
Grömitz

Aufgeknackt und abmontiert – der Grömitzer Tourismus- Service hat im Juni Hunderte Liebesschlösser von der Seebrücke und dem davor befindlichen Geländer entfernt.

Grömitz hat Hunderte Liebesschlösser von der Seebrücke entfernt. Jetzt wurde eine Alternative geschaffen.

Marketing-Leiterin Janina Kononov nennt zwei Gründe für die Aktion. Erstens: Viele der Schlösser seien im Laufe der Jahre gerostet und somit kein Hingucker mehr. Zweitens: Das Gewicht der Schlösser wurde zu groß. „Es gab sicherheitsrelevante Gründe. Zu Jahresbeginn musste die Feuerwehr einen versperrten Zustieg zum Anleger für die DGzRS aufbrechen“, so Kononov. Dies sei mitten während einer Suchaktion nach einer vermissten Person geschehen.

Nun lagern die Überreste der mit Liebesschwüren, Herzchen und Namen verzierten Schlösser in den Räumen der Tourist-Info. Die ursprünglichen Besitzer können sie dort noch bis Jahresende abholen. Wobei ein erneutes Aufhängen nicht möglich sein dürfte. Schließlich wurden sie geknackt und nicht selten wurden die Schlüssel von den Liebenden in die Ostsee geworfen.

Damit die Paare weiterhin Vorhängeschlösser als Zeichen ihrer Liebe aufhängen können, wurde im Zugangsbereich der Seebrücke eine überdimensionale Grömitzer Sonne aufgebaut. Die Metallkonstruktion hat zahlreiche kleine Löcher, an denen die Schlösser problemlos befestigt werden können. Da die Plastik an Land steht, werde die Last kein Problem für die Statik darstellen. Sollten jedoch neue Schlösser an der Seebrücke befestigt werden, so sind die Mitarbeiter der Tourist-Info angehalten, diese umgehend zu entfernen.

Die Entfernung der Liebesschlösser hat laut Janina Kononov kaum zu Kritik geführt. „Die Reaktionen sind meist positiv und die Freude über eine Alternative ist groß“, so Kononov. Diese Einschätzung wird auch durch einen Blick auf die Facebook-Seite der Touristiker bestätigt. Zahlreiche Nutzer kommentieren den Abbau. Astrid Rüter schreibt von einer rollen Idee und ergänzt: „Und ich find’s super, dass die alten Schlösser nicht entsorgt wurden.“ Und Anja Schmidt bedankt sich für das Aufheben „unseres Schlosses“. Aber es gibt es kritische Stimmen, wie die von Jasmin Karpus: „Für die Schlösser gibt es nur leider keine Schlüssel mehr... somit kann man mit seinem Schloss auch nix mehr anfangen. Ich wurde erst im April von meinem Freund damit überrascht und jetzt ist es für die Katz.“

Wer sein altes Liebesschloss abholen möchte, der sollte in der Verwaltung des Tourismus-Service, Neuer Markt 1, vorbeischauen.

Sebastian Rosenkötter

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