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18:21 11.06.2016
Selbst um 22 Uhr war es noch nicht ganz dunkel: Die Lensahner Schützengilde nimmt Aufstellung zum Fackelumzug. Quelle: Fotos: Marc Hofmann

Mit Einbruch der Dämmerung zogen die Lensahner Schützen von 1950 e.V. bei ihrem traditionellen Fackelmarsch durch den Ort. Angeführt von der Holsteiner Blasmusik, erregte ihr Umzug auf Balkonen und in Vorgärten schnell große Aufmerksamkeit. Ziel war die Kirche in der Eutiner Straße, auf deren Vorplatz schon die Feuerwehr wartete. Scheinwerfer an der Spitze zweier Leiterwagen erleuchteten den Parkplatz, auf dem die Schützen in Aufstellung gingen.

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Begleitet von der „Holsteiner Blasmusik“ zog die Schützengilde am späten Freitagabend durch den Ort zur Kranzniederlegung – Gestern begann das Königsschießen.

„Traditionsreichster Verein der Gemeinde“.Klaus Winter

Major Götz Haß befahl den Kranzträgern vorzutreten, um diesen anschließend feierlich am Ehrenmal neben der Kirche abzulegen. Den Weg dorthin hatte die Feuerwehr bereits mit Fackeln in ein stimmungsvolles Licht getaucht. Zur Kranzniederlegung traten weitere Kameraden aus dem Halbdunkel hervor und entzündeten auf Ständern angebrachte bengalische Lichter, die mit einem leisen Zischen einen feuerroten Schein erzeugten.

Zwischen den Darbietungen der Kapelle, darunter die Nationalhymne, war es mucksmäuschenstill auf den Kirchenparkplatz, sodass man fast das Tropfen des Wachses der Fackeln zu hören glaubte.

Beim vorangegangenen Festkommers im Haus der Begegnung mit Schützen- und Kegelhalle sprach der erste Ältermann, Lothar Zeikowsky, ganz aktuell über die Bedeutung der Migration für die Gesellschaft:

„Der Fremde ist der, der heute kommt und morgen bleibt. Die Einordnung in ein bestehendes System wird erwartet, aber kein System ist statisch!“. Für Bürgermeister Klaus Winter (CDU) ist die Gilde „obwohl noch jung an Jahren, der traditionsreichste Verein der Gemeinde“. Mit einem Schmunzeln bemerkte er jedoch auch: „Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so ist es nur logisch, dass das diesjährige Gildefest auf den Beginn der Fußball-Europameisterschaft fällt“, so der Amtschef.

Ältermann Zeikowsky sprach ein Problem vieler Vereine in dieser Zeit an, die auch die Lensahner Gilde besonders während eines solchen Großereignisses betrifft: den Mitgliederschwund. „Nicht sterben, sondern werben“, müsse das Credo lauten. Er hofft, dass es das Gildefest verbunden mit dem Fackelumzug noch lange geben möge.

Der amtierende König Sven Neumann bedankte sich für die schöne Zeit als Majestät, auf die er seit 2006 hingearbeitet hätte: „Schon als Jungschütze waren Hirschfänger und Halsorden mein Ziel. Ich bin gerne König gewesen und hoffe, dass es auch gerne wieder jemand werden will!“, so der mittlerweile in Lenste bei Grömitz beheimatete Schütze. Zu Ehren der Majestäten spielte die Kapelle anschließend einen bayerischen Walzer. „Da macht der König gerne Urlaub“, so Kapellmeister Helmut Groß. Groß, auch zweiter Ältermann der Schützen, wurde anschließend mit dem Hirschfänger für seine Arbeit im Vorstand ausgezeichnet. Unten den Geehrten für ihre lange Mitgliedschaft war auch Margarete Stahl, die bereits seit vier Jahrzehnten der Gilde angehört. Damit ist die Gilde durchaus auch für die Damen interessant, die in Lensahn zu den Waffen greifen dürfen. So auch für Vize-Königin Birte Osten-Paschkewitz, die sich ihre Würde selbst erschossen hat.

Den Lensahner König 2016 stellen wir am Dienstag vor

Marc R. Hofmann

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