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13:47 20.07.2016
Das Triumvirat der Eutiner Festspiele vor den neu gestalteten Werbemotiven: Arend Knoop, Dominique Caron (Mitte) und Sabine Kuhnert. Quelle: Benthien

Locker und zu Scherzen aufgelegt, präsentierte gestern das „Triumvirat“ der Eutiner Festspiele — Intendantin Dominique Caron, Geschäftsführerin Sabine Kuhnert und Arend Knoop, Technischer Direktor und Mitgesellschafter — seine Pläne für 2016 und darüber hinaus. Die neuen Eigentümerverhältnisse entsprächen einer „Struktur, die wir uns gewünscht und für die wir drei sehr gekämpft haben“, sagte Sabine Kuhnert. Die Wirtschaftsvereinigung Eutin als bisherige alleinige Gesellschafterin hatte am vergangenen Freitag an die Cautus Vermögensverwaltungsgesellschaft sowie an die Eutiner Unternehmer Arend Knoop und Joachim Scheele verkauft.

„Ich finde es beruhigend für die Zukunft, dass wir nicht 1000 Köche in der Küche haben“, äußerte Dominique Caron. Die Festspiele zeigen in ihrer 66. Spielzeit drei Stücke: Den seit 2005 nicht mehr aufgeführten „Freischütz“, der nach Ansicht von Caron „ein Meisterwerk ist und bleibt, aber keine Oper ist, die man so einfach inszeniert“. Sie habe viele Facetten — Aberglaube, Angst —, sei aber auch eine Liebesgeschichte, die sie herausarbeiten wolle. „Carmen“ sei als Wiederaufnahme gedacht, habe aber mittlerweile mehr die Form einer Neuinszenierung angenommen. Die weibliche Hauptrolle wird erneut Milana Butaeva übernehmen. Als Don José ist Eduardo Aladrén verpflichtet worden (2015 der „Radames“ in „Aida“). „Das wird ein tolles Gespann“, zeigte sich Dominique Caron überzeugt. Christoph Woo (der König in „Aida“) wird den Escamillo geben. Mit dem „federleichten Vogelhändler“ wollen die Festspiele im kommenden Sommer ein erweitertes Publikum ansprechen. Vorgesehen sind daher auch eine Nachmittagsvorstellung und frühere Vorstellungszeiten (www.eutiner-festspiele.de). Regie bei der Wiederaufnahme des „Vogelhändlers“ soll Philipp Lüsebrink führen, der im Sommer 2015 die komödiantische Rolle des Prof. Süffle in dieser Operette übernommen hatte.

Dank einer neuen Grafikerin, Marion von Oppeln aus Itzehoe, haben die Festspiel-Plakate einen völlig veränderten Charakter bekommen. „Die Werbemotive erzählen bildhaft schon die Geschichte, um die es in den Werken geht“, erläuterte Sabine Kuhnert. „Das Plakat-Format soll neugierig machen. Wir werden das für die Zukunft beibehalten“, ergänzte Dominique Caron. Fortgeführt werden soll ebenso das Angebot von drei Produktionen. „Die Kernausrichtung sind Oper und Operette, in dieser Reihenfolge. Aber es wird weiterhin Experimente geben“, sagte Kuhnert, die wie Caron vor allem auf Qualität setzt. Ausgebaut werden sollen Kooperationen mit dem Schleswig-Holstein Musik-Festival und mit dem Landestheater. ben

Mehr Geld vom Land für die Festspiele
110000 Euro will die Küstenkoalition 2016 für die Eutiner Festspiele geben (derzeit beträgt die Förderung des Landes 80000 Euro pro Jahr). Bedingung ist allerdings, dass auch der Kreis Ostholstein und die Stadt Eutin ihre Zuschüsse anheben. Sie unterstützen die Festspiele bislang mit 25000 Euro beziehungsweise 75000 Euro. Gerade im herausfordernden LGS-Jahr wolle das Land sich als verlässlicher Partner der Festspiele zeigen, heißt es aus Kiel.

LN

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