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Ostholstein „Die Ostholsteiner“: Der Bürgerinitiative fehlen Argumente
Lokales Ostholstein „Die Ostholsteiner“: Der Bürgerinitiative fehlen Argumente
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22:10 27.04.2017
Eutin

Nach der Zuspitzung des Streites um die Zukunft des Haus des Gastes in Eutin (die LN berichteten) melden sich nun auch „Die Ostholsteiner“ zu Wort. Die gemeinnützige Einrichtung plant als Alternative zum Haus des Gastes ein Inklusionshotel. Die Bürgerinitiative (BI) pocht jedoch weiterhin auf Erhalt und Sanierung des Gebäudes an der Stadtbucht. In einem Schreiben üben die Mitarbeiter der Ostholsteiner nun harsche Kritik an der BI, die nach Meinung der Einrichtung eine sachliche Diskussion inzwischen völlig vermissen lässt.

„Eigentlich sollte es sich um ein Thema handeln, bei dem sachorientierte Informationen ausgetauscht und diskutiert werden, um danach als Bürger   (. . .) dementsprechend beim Bürgerentscheid abzustimmen“, heißt es in dem Brief. In diesem Fall würden sie jedoch mit Entsetzen feststellen, dass sich die Argumente der Bürgerinitiative leider auf eine andere Ebene verlagert hätten. „Hier wird mit allen Mitteln versucht, einen Nebenschauplatz zu eröffnen, der die wertvolle Arbeit der Eingliederungshilfe schädigen soll. Und dieses nur, weil eine gute Idee zur Nutzung des Grundstückes mittels eines Inklusionshotels durch ,Die Ostholsteiner’ in den Raum gestellt wurde, welche sich lediglich auf die weiteren Überlegungen nach dem Bürgerentscheid bezieht“, kritisieren die Mitarbeiter. Durch die Kampagnen der BI würden Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit Kasernen und Gefängnissen und die qualifizierte Arbeit der Mitarbeitenden mit der Aufgabe von Gefängniswärter verglichen.

Die Einrichtungen der Eingliederungshilfe nähmen einen hoheitlichen Auftrag für unsere Gesellschaft wahr, indem sie für Menschen mit einer dauerhaften Erwerbsminderung den Anspruch auf Arbeit und Qualifizierung sichern. „Wir sind entsetzt über die Unkenntnis, mit der hier Stimmungsmache um jeden Preis betrieben wird“, erklären „Die Ostholsteiner“. Eine Integrationsfirma wie das vorgeschlagene Inklusionshotel hat von den Finanzierungsstrukturen und Menschen, die dort arbeiten, nichts mit einer Werkstatt für behinderte Menschen zu tun. In einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten ausschließlich Menschen, die eine anerkannte dauerhafte Erwerbsminderung haben. Bei allen Mitarbeitern eines Integrationsunternehmens handelt es sich um sozialversicherungspflichtige Angestellte des allgemeinen Arbeitsmarktes.

Die Mitarbeiter fordern von der BI, „so schnell wie möglich wieder mit sachlichen Argumenten zu dem eigentlichen Kernthema zurückzukommen“.

LN

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