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Ostholstein Die Pocken in Eutin — auch Hellwags Kinder erkrankten daran
Lokales Ostholstein Die Pocken in Eutin — auch Hellwags Kinder erkrankten daran
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21:16 24.09.2013

Im Rahmen der Sonderausstellung „Christoph Friedrich Hellwag (1754-1835) — Arzt, Wissenschaftler, Literat“, die das Ostholstein-Museum und die Eutiner Landesbibliothek gemeinsam organisiert haben, hält Dr. Eva Fuhry am heutigen Mittwoch ab 19.30 Uhr im Dachgeschoss des Ostholstein-Museums einen Vortrag mit dem Titel „Die Pocken in Eutin — Christoph Friedrich Hellwag auf der Suche nach dem rechten Rind“. Als Leiterin des medizin-historischen Instituts Kiel wird die Referentin den Zuhörern einen Überblick über die Geschichte der Pockenschutzimpfung in Holstein um 1800 geben und dabei nicht nur auf den Eutiner Arzt, sondern auch auf dessen Kollegen und deren Forschungs- und Behandlungsweise eingehen.

Die Pocken waren — neben der Cholera — die gefürchtetste Seuche der Zeit und überrollten 1791 auch Eutin. Auch die Kinder Hellwags erkrankten, ein Kind starb. Als Arzt beschäftigte er sich eingehend mit der Bekämpfung dieser Krankheit: 1801 wandte er sich erstmals von der üblichen Methode der Impfung mit Menschenpockenerregern ab und versuchte die Impfung mit Kuhpockenerregern, die sogenannte Vaccination. „Diese war weniger gefährlich und führte wesentlich häufiger zum Erfolg“, heißt es in der Ankündigung des Vortrags. „In der Folge setzte Hellwag diese neue, aus England stammende Impfform im Eutinischen durch.“

Der Eintritt zu dem heutigen Vortrag kostet fünf Euro.

LN

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