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Ostholstein Die Stadt muss sich Nachwuchskräfte sichern
Lokales Ostholstein Die Stadt muss sich Nachwuchskräfte sichern
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21:10 14.10.2015
Lernen bei der Stadt: Hauke Tillmann (von links nach rechts), Julia-Marie Dolge, Sarina Sommer, Anja Dahlmann, Yasemin Reichenauer (alle 1. Ausbildungsjahr) mit Personal-Fachdienstleiterin Karin Leider. Quelle: hfr
Eutin

In den kommenden Jahren werden sich über 30 Mitarbeiter der Stadt Eutin — derzeit 131 Beschäftigte — in den Ruhestand verabschieden, davon sieben in leitender Position. In Hinblick darauf müsse die Verwaltung sich schon jetzt verstärkt um Nachwuchskräfte bemühen, verdeutlichte Karin Leider, Fachdienstleiterin Personal, am Dienstagabend dem Hauptausschuss bei der Vorstellung des Personalberichts. „Wir brauchen einen Puffer von zwei bis drei Azubis, damit wir nach Ausbildungsende gute Kräfte behalten können“, sagte sie.

In diesem Sommer habe die Stadt einer jungen Frau nach deren Ausbildungsabschluss einen Jahresvertrag für eine Elternzeitvertretung anbieten können — sie habe nachvollziehbarerweise eine unbefristete und besser dotierte Stelle bei der Gemeinde Stockelsdorf vorgezogen. Eine weitere junge Frau sei nach ihrem Ausbildungsende zur Gemeinde Malente gewechselt, lediglich die dritte Nachwuchskraft des Abschlussjahrgangs 2015 arbeite weiter für die Stadt Eutin.

Die Eutiner Verwaltung könne in vielen Bereichen gegenüber anderen Arbeitgebern, auch im öffentlichen Bereich, punkten: Beispielsweise biete sie Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Jobs in Teilzeit, Teilzeitausbildung , flexible Arbeitszeiten und Notfallbetreuung für Kinder. Sie habe eine Ausbildungskooperation mit der Gemeinde Malente, verfüge über eine gute Öffentlichkeitsarbeit und Willkommenskultur für neue Bewerber und Mitarbeiter, und sie offeriere ein breites Betriebssportangebot, schließlich sei Eutin eine Kleinstadt mit guter Infrastruktur. „Aber die jungen Menschen erwarten eine Perspektive, und sie wollen mitgestalten“, so Karin Leider.

Die derzeitige Praxis bei der Stadt Eutin ist ein Jahresarbeitsvertrag bei bestandener Abschlussprüfung. Auch angesichts der demografischen Entwicklung sieht sich Eutin da harter Konkurrenz gegenüber. Die Stadt bildet zur/zum Verwaltungsfachangestellten aus und ermöglicht außerdem ein Studium zum Bachelor of Arts/Public Administration. Zum Ausbildungsjahr 2016 sind bislang 94 Bewerbungen für Ausbildungsplätze und 95 Bewerbungen für ein Studium bei Karin Leider eingegangen. „Eine echte Knallerzahl“, freut sie sich.

Mit circa zwölf Ausschreibungen und Stellenbesetzungen habe sie bisher pro Jahr kalkuliert. „Im ersten Halbjahr 2015 hatten wir jetzt bereits elf Stellenausschreibungen“, berichtete sie dem Hauptausschuss weiter, darunter auch zwei Architektenstellen für den Fachdienst Zentrale Immobilienwirtschaft. „Bei Berufsbildern wie Architekt, Planer, Techniker, Erzieher kann die Stadt nicht auf eigenen Nachwuchs zurückgreifen. Da stehen wir zurzeit und zukünftig ganz besonders im Konkurrenzkampf mit anderen Arbeitgebern.“

Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter in der Eutiner Verwaltung liegt bei 44,79 Jahren (2005: 41,44 Jahre). Die Behindertenquote von fünf Prozent wird erfüllt. ben

„Eine echte Knallerzahl.“
Karin Leider zu den zahlreichen
eingegangenen Bewerbungen für 2016

LN

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