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Ostholstein Die „Starigard“ liegt auf dem Trockenen
Lokales Ostholstein Die „Starigard“ liegt auf dem Trockenen
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20:18 13.08.2015
Torsten Ewers, Vorsitzender der Stiftung Oldenburger Wall, erläutert, wie die Schäden an der „Starigard“ entstanden sind. Ob das Schiff wieder zu Wasser gelassen wird, ist noch ungewiss. Quelle: T. Klatt

Wenn das Wallfest diesen Sonnabend eröffnet wird (siehe Infokasten), können Museums- Besucher auch die Schiffe „Starigard“ und „Ratatoskr“ wieder bewundern. Doch nur die „Ratatoskr“ liegt derzeit im Wasser. Die „Starigard“, seinerzeit der weltweit erste originalgetreue Nachbau eines slawischen Frachtenseglers, befindet sich derzeit im Naust, der slawischen Lagerhalle. Das Schiff sieht einer umfangreichen Sanierung entgegen.

„Von außen ist die ,Starigard‘ wasserdicht. Regenfälle haben dem Schiff jedoch über die Jahre von innen her zugesetzt“, beschreibt Torsten Ewers, Vorsitzender der Stiftung Oldenburger Wall, das Problem. Das Wasser habe man nicht regelmäßig abpumpen können. Die Folge: Die rund 3200 Holznägel, die die Spanten und Holzplanken miteinander verbinden, sind zum Teil verrottet. Rund 5000 Euro sind für die Sanierungsarbeiten des Schiffes erforderlich, die Bootsbaumeister Heiko Struck aus Heiligenhafen an dem Schiff durchführen soll.

Die 1994 in einer polnischen Holzwerft fertiggestellte „Starigard“ hatte auch in früheren Jahren schon immer mal wieder Schäden aufgewiesen. Für den Umgang mit einem historischen Schiff gab es nun mal keine Erfahrungswerte. Stiftung und Museum mussten damit buchstäblich aus Fehlern lernen. So hatten unter anderem mikrobische Pilze im Süßwasser dem für Salzwasser gebauten Schiff zugesetzt. Weitere Schäden, die erst später zu Tage traten, entstanden durch Wasser, das in den Kapillargefäßen gefroren war. Erst der Naust sorgte für eine ordnungsgemäße Lagerung des Schiffes.

Als Vorbild für die „Starigard“ diente ein Wrack, dass vor dem Ostseebad Damp gefunden wurde und aus der Mitte des 10. Jahrhunderts stammt. Professor Karl-Wilhelm Struve, Joachim Barth und Hans-Joachim Hahn hatten seinerzeit überlegt, die Bedeutung der ehemaligen Slawensiedlung als Seehandelsplatz stärker zu betonen und stellten für den Nachbau die Weichen. 1994 wurde es von Mitgliedern der Stiftung und Mitarbeitern der Werft von Wollin (Polen) nach Weissenhaus gesegelt.

Das rund elf Meter lange und drei Meter breite Schiff, das bis zu fünf Tonnen Last befördern kann, war früher ein seegängiges Schiff, mit dem die küstennahen Bereiche der Ostsee befahren wurden.

Es kann gesegelt und von vier bis acht Leuten gerudert werden.

Auch nach der Reparatur der „Starigard“ ist ungewiss, ob diese wieder zu Wasser gelassen wird. Torsten Ewers: „Hier im Naust kommt die Bauweise und Größe des Schiffes noch viel mehr zur Geltung als im Wasser. Wir erwägen, aus museumspädagogischen Gründen das Schiff im Naust zu lassen.“ Für Fahrten auf dem Wallsee habe man ja noch die „Ratatoskr“.

Das Programm des Oldenburger Wallfestes
Sonnabend, 15. August


11 Uhr: Eröffnung und Platzkonzert mit dem Spielmannszug Oldenburg
13 Uhr: Judo-Team Oldenburg
14 Uhr: Volkstanzgemeinschaft Ostholstein
15 Uhr: Karate-Gruppe des TSV Lensahn
16 Uhr: Salsa Tanzshow
19.30 Uhr: Godewind


Sonntag, 16. August


10.30 Uhr: Freiluftgottesdienst
12 Uhr: Matthias und Annemarie Voget präsentieren Filmmusik
14 Uhr: Liedertafel Oldenburg
15 Uhr: Western Fees
17 Uhr: Silver Shadows

Thomas Klatt

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