Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Die Welt ein Stückchen besser machen
Lokales Ostholstein Die Welt ein Stückchen besser machen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:16 06.09.2013
Machen gemeinsame Sache, damit Eutin „Fairtrade Stadt“ werden kann: Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (links), Annette Pannenbäcker und Bürgervorsteher Dieter Holst. Quelle: Foto: Astrid Jabs

Binnen Jahresfrist haben Annette Pannenbäcker und ihre Mitstreiter eine Initiative ins Rollen gebracht, deren Kräfte nun gebündelt in einer offiziellen Bewerbung zu einem besonderen Qualitätssiegel für die Stadt werden sollen: Bei der Einwohnerversammlung im September 2012 hatte Annette Pannenbäcker die Idee von der „Fairtrade Stadt“ Eutin vorgetragen und gestern unterschrieb sie gemeinsam mit Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (CDU) das Formular, das an den Verein zur Förderung des fairen Handels mit der Dritten Welt gehen wird. Dort wird im Rahmen der Kampagne „Fairtrade Towns“ geprüft, ob die Kriterien für eine Vergabe des Titels erfüllt sind. Wird dieser verliehen, steht nach zwei Jahren eine erneute Überprüfung an.

Maßgeblich sind fünf Punkte: Es muss ein Ratsbeschluss vorliegen und die Stadt hat eine Ansprechperson zu benennen. Mit der einstimmigen Entscheidung vom 12. Dezember 2012 für die Bewerbung und der Übertragung der damit verbundenen Verwaltungsaufgaben an Jutta Harter ist beides erfolgt. Für die Bildung einer Steuerungsgruppe, ebenfalls Bedingung, war Annette Pannenbäcker verantwortlich.

Die bunt gemischte Gruppe besteht aus 14 Aktiven, die sich ein- bis zweimal monatlich treffen. Außerdem müssen sich Einzelhandelsgeschäfte und gastronomische Betriebe beteiligen. Dafür müssen verbindlich mindestens zwei Produkte aus fairem Handel für einen Zeitraum von zwei Jahren ins Sortiment aufgenommen werden. Sieben Einzelhändler und sechs Gastronomen konnten gewonnen werden, ausreichend viele für die Bewerbung. Mit vielen anderen liefen Gespräche, berichtete Annette Pannenbäcker beim Gespräch im Büro des Bürgermeisters.

Mit der evangelischen Kirchengemeinde, der Voss-Schule und dem Kulturbund sind weitere Mitstreiter im Boot. Über Aktionen wie das faire Frühstück im Haus des Gastes oder das „Fairschenken“ von Rosen und Schokolade auf dem Wochenmarkt waren mit den geforderten Medienberichten auch die beiden letzten Kriterien erfüllt. Hinter den entsprechenden Kreuzen auf dem Fragebogen der Kampagne steht viel Arbeit und ehrenamtliches Engagement. Das Lob dafür nahm Annette Pannenbäcker stellvertretend für ihre Aktionsgruppe entgegen. Bürgermeister Schulz hob die positive Resonanz auf die Initiative hervor, die von vielen Seiten spürbar sei. Dieter Holst, Bürgervorsteher der Stadt, sagte: „Es sind die vielen kleinen Dinge, die Signale aussenden und letztlich die Welt ein Stückchen besser machen.“ Diese Signale stehen auch für Annette Pannenbäcker im Mittelpunkt. Das Ziel sei, nicht nur auf die Produkte hinzuweisen, sondern ein Bewusstsein für das, was dahinter stehe, zu schaffen und das Thema auch für junge Menschen attraktiv zu machen. Fairtrade, so Pannenbäcker, sei ein Anfang, regionale Produkte und Nachhaltigkeit weitere Schwerpunkte, die folgen sollen, um die Welt „enkeltauglich“ zu gestalten.

„Es sind die vielen

kleinen Dinge, die Signale aussenden.“
Dieter Holst, Bürgervorsteher

Astrid Jabs

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Carsten Wulf wird als Vorsitzender des Bauausschusses durch Heiko Wäcken ersetzt.

06.09.2013

Heißes Wochenende im Seebad: Bei der 6. Ostsee-Rallye dröhnen heute die Motoren.

06.09.2013

Zwei 15 und 17 Jahre alte Jugendliche haben aus der Umkleidekabine der Lensahner Sporthalle einen Autoschlüssel gestohlen und sind mit dem Fahrzeug, einem silbernen VW Polo, durch den Waldort gefahren.

06.09.2013
Anzeige