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Ostholstein Die Wiege der Holsteinischen Schweiz
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22:14 09.09.2016
Im parkähnlichen Garten des Bildungszentrums feierten Mitarbeiter, Schüler sowie zahlreiche ehemalige Absolventen und Vorsteher aus den Finanzämtern das 50-jährige Bestehen der Einrichtung. Quelle: Fotos: D. Schneider

Das Bildungszentrum der Steuerverwaltung wurde 1966 als Landesfinanzschule gegründet. Dieses 50-jährige Bestehen der Einrichtung feierten die Mitarbeiter und Schüler mit einigen Absolventen und heutigen Vorstehern aus schleswig-holsteinischen Finanzämtern. Neben den ehemaligen Schulleitern Werner Schatzmann, Holger Dorowski, Hans-Gunther Hübbe und Alexander Kraft konnte die aktuelle Regierungsdirektorin Simone Ridder auch Finanzministerin Monika Heinold als besonderen Gast begrüßen.

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Korrekt heißt es Bildungszentrum der Steuerverwaltung – Zum 50. Bestehen kam auch Ministerin Monika Heinold.

„Gerade im Steuerbereich ist es notwendig, sich regelmäßig weiterzubilden.“ Finanzministerin Monika Heinold

Unter dem Motto „Vom Hotel zur Bildungseinrichtung“ – dies ist auch der Titel der Festschrift – spannten Ridder und Heinold in ihren Reden einen über 133 Jahre langen Bogen zur Geschichte der Liegenschaft. Beginn der Zeitreise war 1883. „Der Eutiner Kaufmann Johannes Janus hatte den Plan, ein Nobelhotel auf einem Hügel über dem Kellersee zu errichten“, erinnerte Simone Ridder an den Ursprung des Gebäudes.

Um den Großherzog Nicolaus von Oldenburg für das Projekt zu gewinnen, hatte Janus zuvor einzelne Grundstücke am Seeufer gekauft und parkähnlich gestalten lassen. Bei einer Dampferfahrt mit der Fürstenfamilie konnte Janus den Grundherrn überzeugen, auch den Rest der ehemaligen Krummseer Schafweide zu veräußern. Zwei Jahre bewarb Janus das „Familienhotel und Restaurant vornehmster Art mit Warmwasserheizung und Elektrizität“ unter dem Namen Holsteinische Schweiz. „Die Kernaussage stimmt immer noch“, stellte Ridder augenzwinkernd fest. „Warmwasser und Strom sind vorhanden, die Atmosphäre ist familiär und das Essen ausgezeichnet.“

Aber natürlich gebe es auch eine zeitgemäße Weiterentwicklung, betonte Monika Heinold mit Blick auf die deutlich sichtbaren Bauarbeiten an den Gebäuden. „Im Oktober wird die Sanierung der 23 Altbauzimmer abgeschlossen.“ Bis Mai 2017 werde die Modernisierung des Bettenhauses erfolgen.

Und auch in Sachen Digitalisierung stehe man bald auf dem neuesten Stand, hofft Ridder. Aktuell würden technische Anschaffungen noch durch eine langsame Breitbandanbindung ausgebremst. „Aber das soll sich noch in diesem Jahr ändern“, versicherte Ridder. Angesichts der immer umfassenderen Aufgaben der Finanzverwaltung sei es wichtig, das Bildungszentrum so aufzustellen, dass die Mitarbeiter der Finanzverwaltung nicht nur gut ausgebildet würden, sondern auch „über das gesamte Berufsleben hinweg neues Wissen aufbauen und die Motivation erhalten“ können. So sei das Steuerrecht unglaublich komplex und entwickle sich permanent weiter, und auch die zum Teil sehr kurzfristigen Gesetzesänderungen erforderten eine ständige Lernbereitschaft.

„Gerade im Steuerbereich ist es notwendig, sich regelmäßig weiterzubilden, um mit aktuellen Entwicklungen Schritt halten zu können“, erklärte die Finanzministerin. Und dafür biete das BiZ in Malente, umgeben von einer traumhaften Landschaft, die besten Bedingungen.

dis

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