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Die ersten Wohnblöcke am Kleinen See wurden abgerissen

Eutin Die ersten Wohnblöcke am Kleinen See wurden abgerissen

Sie entstanden in den 1950er-Jahren. Bau- und Siedlungsgenossenschaft baut dort neu.

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Fritz-Reuter-Straße in Eutin: Vier alte Wohnblöcke wurden im Juni abgerissen, innerhalb der nächsten vier Wochen soll der Bau von zwei neuen Häusern mit insgesamt 21 Wohnungen beginnen.

Quelle: Fotos: Benthien

Eutin. Knapp 60 Mitglieder der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Eutin tagten gestern Morgen an historischer Stelle. „Im Juli vor 65 Jahren fand im Hotel ,Stadt Kiel‘ am Markt die Gründungsversammlung statt“, rief ihnen Eduard Pittrof ins Gedächtnis. Der Vorsitzende des Vorstands wie auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Manfred Bestmann, versicherten den Anwesenden, ihre Genossenschaft sei ein gesundes Unternehmen mit geordneter Vermögens- und Finanzlage. Die Dividende von fünf Prozent — in der kommenden Woche wird sie ausgezahlt — unterstreicht das.

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Brunhild Negel (66) wurde als erste Frau in den Aufsichtsrat der Genossenschaft gewählt.

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Eduard Pittrof legte in seinem Bericht den Fokus auf die Eutiner Fritz-Reuter-Straße. In drei Bauabschnitten sollen dort bis 2016 insgesamt 60 neue Wohnungen mit 3670 Quadrametern Fläche entstehen:

Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen, zwischen 50 und 75 Quadratmeter groß, alle mit Fahrstuhl ausgestattet, unterkellert und dank Fernwärme energieeffizient. Den Mietern können 16 Tiefgaragenplätze und 44 Außenplätze angeboten werden. Nach Angaben von Pittrof werden 36 der Wohnungen öffentlich gefördert, der Mietpreis pro Quadratmeter werde bei 5,20 Euro liegen. Für die anderen 24 Wohnungen gelte ein Mietpreis von 7,50 Euro pro Quadratmeter.

Die Gespräche zur Finanzierung dieses Projektes am Kleinen See seien noch nicht ganz abgeschlossen, er rechne aber innerhalb der nächsten vier Wochen damit. Bis Mitte Juni seien für den ersten Bauabschnitt bereits vier, aus den frühen 1950er- Jahren stammende Wohnblöcke (die ersten, die die Genossenschaft nach ihrer Gründung bauen ließ!) abgerissen worden, an gleicher Stelle würden zwei zeitgemäße Häuser entstehen, äußerte Pittrof. Voraussichtlich im Sommer 2014 seien sie bezugsfertig. Interessierte Genossenschaftsmitglieder können sich in Bewerberlisten eintragen.

Im Geschäftsjahr 2012 hat die Bau- und Siedlungsgenossenschaft für Instandhaltungen knapp 1,2 Millionen Euro aufgewendet. Modernisierungsmaßnahmen schlugen mit rund 840 000 Euro zu Buche. Im laufenden Jahr würden allein in Malente 660 000 Euro investiert, um etliche Wohnungen mit Balkonen auszustatten. „Nur so können wir sie attraktiv machen“, führte Eduard Pittrof aus. Die Wohnungsnachfrage bezeichnete er als lebhaft. Anfang des Jahres hätten 48 Wohnungen leergestanden, zurzeit seien lediglich 13 Einheiten nicht vermietet.

54 598 682 Euro betrug die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2012. Das Eigenkapital belief sich auf 15,63 Millionen Euro — das entspricht einer Quote von rund 28 Prozent —, es konnte gegenüber dem Vorjahr um etwas mehr als 729 000 Euro erhöht werden. „Über zwei Millionen Euro davon sind Geschäftsguthaben unserer Mitglieder“, sagte Pittrof.

Für die beiden kommenden Jahre erwarten Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft ähnlich gute Ergebnisse. Manfred Bestmann, der im November 2012 den langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Dähling beerbt hatte, wurde von der Versammlung in seinem Amt bestätigt. Als erste Frau gehört seit gestern Brunhild Negel (66) dem Aufsichtsrat an. „Es wird Zeit für eine solche Neuerung, zudem verfügt sie über 40 Jahre Erfahrung in der Hausverwaltung“, warb der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dietrich Kermer für ihre Wahl.

Über 1400 Wohnungen im Kreisgebiet plus Preetz
1433 Wohnungen hat die Bau- und Siedlungsgenossenschaft in ihrem Bestand. Das Gros (685) befindet sich in Eutin, weitere Wohnungen sind in Malente (226), Scharbeutz (116), Bad Schwartau (103), Sereetz, Timmendorfer Strand, Niendorf, Hutzfeld, Pansdorf, Süsel, Bosau, Ratekau, Kellenhusen, Schönwalde und Preetz.


13 Wohneinheiten sind derzeit nicht vermietet. Im Jahresdurchschnitt 2012 betrug die Leerstandsquote 3,6 Prozent.

Der durchschnittliche Mietpreis lag 2012 bei Objekten der Genossenschaft bei 5,12 Euro pro Quadratmeter.


Für sieben Wohnungseigentümergemeinschaften verwaltet und bewirtschaftet die Bau- und Siedlungsgenossenschaft weitere 83 Wohnungen in Eutin.

Ulrike Benthien

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