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22:42 18.04.2016
Straßenbautechnik einst und jetzt: Die Firma Rumpel erhielt viel Beifall für ihre Baumaschinen aus drei Jahrhunderten. Für die Pferde sorgte Patrick Mühlenberg aus Süsel. Quelle: Fotos: E. Meier

 Nicht zuletzt deshalb, weil der neue Vorsitzende Jan- Dierk Timm das Oldtimer-Treckertreffen durch die Präsentation von Baumaschinen aus drei Jahrhunderten angereichert hatte.

Der Verein „Historische Furche“ bot mehr als nur das Pflügen — Maschinen aus vielen Jahrzehnten.

„Pflügen“ lautete zwar die dickste Zeile auf dem Veranstaltungsplakat, und so nahm denn auch das Ziehen exakter Furchen auf einem riesigen Acker zwischen Pönitz und Untersteenrade den breitesten Raum des Programms ein. Eigens aus Brandenburg und Niedersachsen waren Teilnehmer mit ihren Maschinen angereist und wetteiferten um die letzten Zentimeter und die beste Bewertung durch die Wettkampfrichter. Dabei kamen nicht nur Hydraulikpflüge zum Einsatz — zwei der Aktiven hatten gar sehr alte Anhängepflüge, die als besonders schwer zu bedienen gelten, an ihre Traktoren gekuppelt.

Damit nicht genug. Gegen Mittag schlug die große Stunde von Dieter Rumpel, einem der Chefs des bekannten Süseler Unternehmens, das sich unter anderem seit Jahrzehnten mit allem beschäftigt, was mit dem Thema Straßenbau zu tun hat. Und da er jetzt mit 65 Jahren so langsam den Ruhestand anpeilt, hat Rumpel schon mal rechtzeitig dafür gesorgt, dass er keine Langeweile haben wird: Eine ganze Armada an Baumaschinen aus seiner Sammlung stand sauber aufrangiert am Rand des Veranstaltungsgeländes und wartete auf ihren Einsatz. Der 65-Jährige führte dem staunenden Publikum nicht nur einen skurrilen Seilbagger vor, mit denen auf manchen Bauernhöfen zu Beginn der fünfziger Jahre der Inhalt der Misthaufen zur Düngesaison auf die Anhänger geladen wurde. Gleich daneben gab es mehrere schwere Radlader und Straßenhobel zum Einebnen wassergebundener Wege oder zum Vorbereiten der Unterbauten auf Asphaltstraßen-Baustellen. Höhepunkt des Ganzen waren zwei Hobel, die von Pferden gezogen wurden.

Da passte es gut, dass Patrick Mühlenberg neben seinem Tischlereibetrieb auch zwei Kaltblutpferde unterhält, mit denen er sich als Holzrücker einen Namen gemacht hat. Und wer schwere Stämme ziehen kann, der hat auch mit einem Straßenhobel kein Problem.

Wieder ein Stück weiter warteten Traktoren modernster Machart auf Interessenten. So konnten auch technisch weniger Versierte miterleben, wie immens sich die Landtechnik innerhalb der vergangenen Jahrzehnte verändert hat.Das Konzept der „Historischen Furche“ ist einmal mehr aufgegangen. Der Vorsitzende Jan- Dierk Timm sagte am Ende des Tages zufrieden: „Das war eine runde Sache, die allen Spaß gemacht hat.“

Von Eckhard Meier

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