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Ostholstein Die große Blues-Party in Eutin
Lokales Ostholstein Die große Blues-Party in Eutin
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12:00 19.05.2017
Süße Überraschung zum Jubiläum: Die Torte vom Verein Baltic Blues freut und rührt die Musiker Marc Breitfelder (l.) und Georg Schroeter. Quelle: Fotos: Benthien
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Eutin

Der Eutiner Markt ist für Georg Schroeter und Marc Breitfelder quasi ihr Wohnzimmer. „Wir freuen uns jedesmal, hier zu sein und unsere Mitmusiker zu treffen. Das ist immer ein großes Hallo. Wir haben beim allerersten Bluesfest zur Eröffnung gespielt. Seit 2011 sind wir durchgehend jedes Jahr dabei gewesen, meistens leiten wir die Abschluss-Session am Sonntag“, sagt Pianospieler Schroeter. In diesem Jahr feiert das Kieler Musiker-Duo sein 30-jähriges Bandjubiläum – das wird am ersten Tag des 28. Bluesfestes mit gleich vier Auftritten gefeiert.

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Erster Tag des Festivals war dem Duo Schroeter/Breitfelder gewidmet – Torte zum 30-Jährigen.

Heute

16 Uhr: Gaffoot (N), Bluegrass 18.15 Uhr: Micke Bjorklof & Blue Strip (FIN), Bluesrock, Crossovers 21 Uhr: Jonn Richardson Band (USA/F), Texas Blues, Southern

23.30 Uhr: Nightsession im Brauhaus 10 bis 19 Uhr:   Ole West, „Blues Fantasien“, Café Klausberger

Neben Glückwünschen gibt es von Helge Nickel und Barbara Bloch vom Verein Baltic Blues auch eine sehr große Nusstorte.

„Das wird hier weniger Konzert, sondern eher eine große Party“, konstatiert Jürger Achten, der mit Ehefrau Karola Stammgast nicht nur beim Eutiner Bluesfest ist. Beide sind leidenschaftliche Hobby- Fotografen und Blues-Fans durch und durch. „Mich nennen sie nicht Jürgen, sondern nur den ,Blues-Lover’“, sagt Achten schmunzelnd. Mit seiner Vorhersage behielt er recht: Die Party begann Punkt 16 Uhr, als Georg Schroeter erstmals in die Tasten griff. Kennengelernt haben er (53) und Harp-Spieler Marc Breitfelder (52) sich im Kieler Veranstaltungszentrum „Die Räucherei“.

„Bei einem Konzert von Gottfried Böttger und Daffy Deblitz“, erinnert sich Schroeter. 30 Jahre gemeinsam Musik machen – „ein bisschen sind wir wie ein altes Ehepaar. Aber wir bestehen auf Einzelzimmer“, sagt Schroeter und lacht. Das Duo ist perfekt eingespielt, ein kurzer Blick oder ein kurzes Nicken reicht zur Verständigung. Ohne Zurufen klappt das auch mit etlichen anderen Musikern. Schroeter und Breitfelder haben viele eingeladen, mit denen sie schon seit Jahren zusammenarbeiten: Abi Wallenstein, Daffy Deblitz, Martin Roettger, Jan Mohr, Kalle Reuter, Jimmy Reiter.

Bevor die Gäste aus ihrer musikalischen Vergangenheit und Gegenwart die Bühne betreten, legen die Kieler allein los, nur am Schlagzeug unterstützt von Martin Roettger. Mit dem Clapton-Titel „Cocaine“ und dem Stones-Song „Wild Horses“ kommen die zahlreichen Feierwilligen sofort auf Betriebstemperatur. Zwar schon oft gehört, aber immer wieder bemerkenswert: die Reise mit einer Dampflok, ein Solo von Marc Breitfelder. Er lässt sie anrollen, Fahrt aufnehmen, immer stampfender in ihren Rhythmus finden. Das Publikum dankt mit tosendem Applaus und lautem Rufen.

Geprägt vom Rhythmus ist auch der Programmpart „Spirit of the Blues“. Peitschend, hämmernd, dröhnend, jammernd klingen Gitarre, Harp, Schlagzeug und Piano über den Markt. Abi Wallenstein besticht mit rauhem, aber einfühlsamen Gesang, die Menge wippt lässig. Ein Geburtstagsständchen gibt es auch, aber nach Bluesmanier: „Shake your Boogie“ gilt einem vor 14 Tagen geborenen Mika (begeistertes Johlen aus den Reihen) und einem/einer 100-Jährigen (im Lärm nicht einwandfrei auszumachen).

Es scheint, als wären die Bluesfans seit dem vergangenen Jahr ausgehungert: Willig gehen sie mit, klatschen, singen, tanzen. Und die Musiker stecken sich gegenseitig an mit ihrer Spielfreude. „Nach dem Regen kommt die Sonne, das haben wir so arrangiert“, sagt Wallenstein. „Und nach dem Boogie kommt eine Ballade.“ Hach. Schade, dass es da noch zu hell für Feuerzeuge ist.

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