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Ostholstein Die guten Seelen des Schlosses
Lokales Ostholstein Die guten Seelen des Schlosses
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22:13 22.09.2017
Für das Erinnerungsfoto versammelten sich die Hauptpersonen im Innenhof des Schlosses, Reihe vorn, von links nach rechts: Brigitta Herrmann, Tolke Reimer, Gabriele Pinn, Charlotte Freerk, Maren Gutsche, Angelika Bethke, Barbara Plaumann; Hinten, von links nach rechts: Margret Henschelowski, Karin Schiro, Susanne Zirkel. Quelle: Foto: Astrid Jabs
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Eutin

„Das Wertvollste im Schloss sind die Menschen darin“, sagte sie in ihrer Ansprache. Die elf Mitarbeiterinnen bringen sich seit 20 Jahren im Schloss ein, neun von ihnen konnten der Einladung zum Zusammensein folgen. In fröhlich-festlicher Atmosphäre blickten sie im Strackzimmer der Residenz gemeinsam zurück. Wie groß ihr persönlicher Anteil an der Entwicklung des Schlosses jeweils ist, betonte Herrmann: „Sie waren es, die die ersten Gäste durch das Schloss geführt haben.“

Loyal und wissbegierig, immer zur Stelle, im Kassendienst, als Aufsicht, für Führungen und beim Putzen gleichermaßen verlässlich, so schilderte die Schlosschefin die Qualitäten der Jubilarinnen: „Sie waren immer bereit, sich auf neue Menschen und auf neue Ideen einzulassen, wobei die vermeintlich neuen Ideen oft Ihre alten Ideen waren.“ Unter den so Gelobten war auch Gabriele Pinn, die 1997 nach Renovierung und Öffnung für die Allgemeinheit die erste Führung durch das Schloss geleitete.

„Ich hatte so ein Lampenfieber“ erzählte sie. Verständlich, wurde diese Premiere doch von einem Fernsehteam begleitet. Die Aufregung ist längst Geschichte, geblieben ist die Begeisterung für die Historie des Hauses Oldenburg mit einem Schwerpunkt auf der Genealogie. Ihr geschichtliches Interesse hat Pinn überhaupt erst ins Schlossteam gebracht: „Über ein Zeitungsinserat wurden damals Mitarbeiter gesucht und meine Kinder sagten: Wenn du dich nicht selbst dort meldest, machen wir das für dich!“, sagte sie rückblickend.

Die Anekdoten kursierten und Angelika Bethke, deren Spezialität englischsprachige Führungen sind, hatte sogar eine buchstäblich tierische Begebenheit beizusteuern: Schlossbesucher hatten ihr während eines Kassendienstes ihren Dackel in Obhut gegeben, denn für Hunde ist und war die Beletage tabu: „Der fing dann vor Sehnsucht so zu jaulen an, dass ich ihn auf den Schoss nehmen und so an der Kasse sitzen musste“, erzählte sie. Das war immerhin warm, denn eine Heizung gibt es erst seit 2002 im Schloss. An zwischenmenschlicher Wärme mangelte es indes im Team nie. Sie füllt die Residenz mit Leben. Oder wie Brigitta Herrmann sagte: „Sie sind über all die Jahre das Gesicht des Schlosses gewesen.“

Mehr Nachrichten aus Eutin finden Sie im Internet unter www.LN-Online.de/Eutin

Von Astrid Jabs

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