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Ostholstein Die starken Männer vom Grünen Hügel
Lokales Ostholstein Die starken Männer vom Grünen Hügel
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18:15 09.07.2016
Sie sind die starken Männer vom Grünen Hügel (v. l.): Thomas Andersen, Tadek Pawelczak, Oliver Bendt, und Ole Kwiatkowski. Quelle: Fotos: Janke-Hansen

Wenn diese Vier irgendetwas nicht brauchen, ist es ein Fitness-Studio: Thomas Andersen, Tadek Pawelczak und Ole Kwiatkowski sind seit etwa acht Jahren ein eingeschworenes Team. Neu im Bund ist Oliver Bendt, doch auch er gehört zur Truppe der Männer, ohne die bei den Eutiner Festspielen gar nichts geht, bereits richtig dazu. Trotz der schweren Arbeit ist die Stimmung gut, in den Pausen gibt es den ein oder anderen lockeren Schnack – man versteht einander, das spürt der Besucher sofort.

Das Team des Technischen Direktors Arend Knoop stemmt an einem Wochenende bis zu drei Kulissen-Umbauten – Heute: Vogelhändler.

Unter der Leitung des Technischen Direktors Arend Knoop sind sie verantwortlich dafür, dass die richtigen Kulissen zum entsprechenden Stück aufgebaut werden, so verankert sind, dass sie auch norddeutschen Stürmen sowie Wetterunbilden standhalten und natürlich keine Verletzungsfallen wie herausstehende Schrauben oder Ähnliches die Künstler gefährden.

„Wochenenden wie dieses sind eine echte Herausforderung“, sagt der Technikchef. Am Freitag Aufbau der Kulissen für die Carmen- Premiere, doch nach nur einer Nacht wird die Pracht wieder abmontiert, denn am gestrigen Sonnabend war die nächste Aufführung des Freischütz. Also Treffen um 8 Uhr auf der Bühne und ran an die Kulissen. Carmens Dekoration wird kurzfristig wieder eingemottet. Heute Morgen heißt es dann – selbst am Sonntag – weg mit dem Freischütz, her mit dem Vogelhändler. „Heute Abend ist Probe, da sollen natürlich die Kulissen stehen“, sagt Knopp. Für das Team bedeutet das kräftig zupacken bis zum frühen Abend. Drei Umbauten an einem Wochenende seien „der Wahnsinn“, stehen den Männern aber noch mehrfach bevor, so auch am ersten August-Wochenende, wenn es wieder heißt:

Freitag Freischütz, Sonnabend Carmen, Sonntag Vogelhändler.

Eine zusätzliche Herausforderung ist in diesem Jahr die Landesgartenschau. Sie kostet Staufläche, die für die sperrigen Holzkonstruktionen fehlt. Was sonst in den Hallen gelagert wurde, steht nun offen und ist der Witterung ausgesetzt. „Wir können hier ja aus Kostengründen nicht das beste Holz verarbeiten. Also quellen Teile auf, klemmen und müssen wieder gerichtet werden. Das kostet alles Kraft und Zeit“, sagt Arend Knoop. „Wir können aber nicht immer alles mit Planen abdecken.“

Also kümmern sich die Kulissenbauer nicht nur um die bis zu 400 Kilo schweren Säulen, Lauben, Wände und Hütten, bessern abgeplatzte Ecken aus, richten Geländer, bauen Stufen und bauen sie wieder ab, verkleiden sie für die eine Inszenierung und versehen sie mit Licht für die andere. Kein Wunder, dass bei so viel Arbeit ein Kulissenteil, das immer stehen bleibt, besonders beliebt ist: „Beim Freischütz ist da drüben die Wolfsschlucht, bei Aida ist es der Kerker“, sagt Ole Kwiatkowski und packt wieder an.

Martina Janke-Hansen

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