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Ostholstein „Diese Anbauten erschlagen die Reithalle“
Lokales Ostholstein „Diese Anbauten erschlagen die Reithalle“
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21:13 06.06.2017
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Eutin

Massive Kritik kommt von den Freien Wählern Eutin (FWE) an den Entwürfen zu Bau und Erweiterung der denkmalgeschützten Historischen Reithalle in Eutin.

„Nun ist die Katze aus dem Sack. Die ehemalige Reithalle, früher Schlossterrassen, erhält einen großen Anbau, obwohl die Parteien immer davon ausgegangen sind, dass man die Fläche der Räumlichkeiten des Hauses des Gastes in der Reithalle unterbringen kann“, kommentiert der FWE-Fraktionsvorsitzende Malte Tech die am Freitag bekannt gewordenen drei Sieger-Entwürfe des Architektenwettbewerbs.

Tech sieht sich bestätigt. Die Freien Wähler hätten immer darauf hingewiesen, dass die zusätzlichen Räume niemals ohne einen Anbau unterzubringen seien. Die CDU dagegen habe in ihrem Flyer zum Abriss des Hauses des Gastes behauptet: „Für die Sanierung der Reithalle sind neben dem großen Veranstaltungsraum (bis zu 500 Personen) kleinere Veranstaltungen zwingend vorgesehen. Diese Räume, für die kein Anbau notwendig ist, bieten Platz für Veranstaltungen von bis zu 50 Personen und einen Raum für über 50 Personen.“

Die eingereichten Planungen, so Tech, überträfen noch die schlimmsten Befürchtungen. Keiner der Entwürfe nehme Rücksicht auf das denkmalgeschützte Gebäude. Tech: „Diese Anbauten erschlagen die Reithalle und passen von der Größe nicht dort hin“. Als kleine Residenzstadt sollte Eutin Traditionen bewahren und nicht versuchen, in Konkurrenz zu den Seebädern mit ihren Hotelburgen zu treten.

„Dieses zweigeschossige Anflanschen an die Reithalle raubt dem Ensemble seinen Charme. Wir sind keine Großstadt, in der man aus Platzmangel solche Ungetüme zu dicht aneinander baut“, rügt Tech. Im Übrigen seien solche Verbindungen aus einem alten Gebäude mit einem modernen Anbau Mitte der 1980er Jahre entstanden und heute ein Auslaufmodell. „Genau wie eine Planung ohne öffentliche Toiletten und Gastronomie“, merkt der oberste Freie Wähler an.

LN

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