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Ostholstein Diese Rekorde bringt das neue Jahr
Lokales Ostholstein Diese Rekorde bringt das neue Jahr
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18:16 31.12.2015
Von unten nach oben: 2016 wieder eine Großbaustelle? Die Kampfansage „18 Plus“ aus Kellenhusen könnte Neider in Grömitz (Foto) wecken. Wer hat Angst vorm Weißen Hai? Im Hansa-Park soll der Meeressäuger zur neuen „Thrill Attraktion“ werden. Auf Kuschelkurs mit den schwarzen Panthern: Extremsportler Wolfgang Kulow will einen Monat im Gehege zubringen. Und Andy Borg wird intern als Moderator für Weissenhäuser Strand gehandelt. Quelle: Fotos: Klatt, Mantik, Dpa

Das gerade abgelaufene Jahr war bereits rekordverdächtig: Top-Tourismus, Hypersupercoaster Kärnan, dazu diverse Bauprojekte wie die Grömitzer Welle. Doch das Ende der Fahnenstange scheint nicht erreicht. Die LN geben einen — zugegeben nicht ganz ernst gemeinten — Überblick, was 2016 noch so alles kommt:

Kellenhusen gibt mit Seitenblick zum großen Nachbarn Grömitz selbstbewusst die Parole „18 Plus“ aus. Das neue Gästezentrum inklusive Schwimmbad soll in Konkurrenz zur Grömitzer Welle eine Perle der Küste werden und mindestens 18 Millionen Euro kosten. Also knapp mehr als die Welle. Die enorme Finanzierung soll wie beim Straßenausbau die Bevölkerung wuppen. Dafür erhält jeder Bürger eine Zehnerkarte gratis. Das Echo aus Grömitz lässt nicht lange auf sich warten. Ein Sprecher der Kommune verkündet: „Unsere Ingenieure haben bei abschließenden Betonbohrungen kleine Schwachstellen an der Welle entdeckt. Wir müssen Teile des Gebäudes noch einmal aufreißen, sind aber guten Mutes, bis Ostern 2017 wieder und verbessert am Start zu sein.“ Zusätzlicher Kostenpunkt: fünf Millionen Euro.

Kommentar aus der Kellenhusener Verwaltung: Angeber!

Tunnelbauherr Femern A/S reagiert auf die aufmüpfigen Beltretter: Die Zahl seiner Juristen verdoppelt das Unternehmen sicherheitshalber auf rund 120. Geld spielt keine Rolle mehr im Milliardenspiel.

Insider sprechen sogar von Plan B: Aufkauf von Scandlines. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Schienenanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung: Land und Bahn einigen sich auf die Null-Haltepunkt-Strategie. Alle Haltestellen zwischen Lübeck und Puttgarden entfallen. Damit kann die Strecke Hamburg nach Kopenhagen dreieinhalb Minuten schneller gefahren werden als geplant. Ein Bahnsprecher dazu: „Wir denken vor allem an die Bürger. Es entfallen dadurch nervige Bremsgeräusche.“

Praktischer Nebeneffekt: Es ist kein Schallschutz mehr nötig.

Hansa-Park: Kärnan war nur der Anfang. Angestachelt von den Rekorden der Vorsaison entwickelt der Betreiber das nächste Triple-X-Projekt: Käfig-Tauchen mit dem Weißen Hai. Es wird dafür eine 500 mal 500 Meter große und 30 Meter tiefe Grube ausgehoben und mit Ostsee-Meerwasser aufgefüllt. Es sollen weltweit die ersten Weißen Haie in Gefangenschaft sein. Für einen kleinen Aufpreis können Gäste mit blutigen Ködern bewaffnet in einem Käfig zu den Tieren ins Wasser gelassen werden — inklusive Go-Pro-Kamera, um die einzigartigen Momente festzuhalten. Ein Park-Sprecher dazu:

„Wir haben mit einem großen Lebensversicherer bereits den ersten externen Sponsor gefunden.“

Extremsportler Wolfgang Kulow gehen langsam die Superlative aus. Doch er findet noch ein letztes Event, bei dem er körperlich wie psychisch an die Grenzen gehen kann: Panther-Camp in Grömitz. Der Routinier wird sich einen Monat lang im Panther-Gehege des Zoos aufhalten. Mit Trekkingzelt, aber ganz ohne Waffen. Kulow: „Ich setze auf Abschreckung. Ich habe ein Tonband mit Löwengebrüll dabei.“

Ernähren will er sich von rohem Fleisch. Sein Credo: „Ich passe mich der Umwelt 100-prozentig an. Gleiche Spielregeln für alle.“ Die Zoo-Betreiber versprechen sich vom sportlichen Ansatz Kulows „mehr Nervenkitzel“ für die Besucher.

Nach „Metal Hammer Paradise“, „Jazzville“, „Schlagerwelle“ und „Rollingstone Weekender“ kommt nun das Musikantenstadl nach Weissenhäuser Strand. Insider glauben: Andy Borg gilt als Topkandidat. Der Star-Moderator soll demnach ein Show-Angebot für die Generation 70 Plus präsentieren. Der Veranstalter dazu: „Über Namen sprechen wir nicht, aber es wird ein absolutes Topevent.“

Mehr Flächenfraß lautet die neue Taktik der Landwirte bei den Verhandlungen zur festen Fehmarnbeltquerung sowie zur 380-Kilovolt-Leitung. Ein Verbandssprecher dazu: „Bisher haben die Herrschaften immer das Gegenteil dessen entschieden, was wir wollten. Nun wollen wir mal sehen, wie sie diese Pille schlucken.“

Das Tourismus-Chef- Karussell dreht sich weiter munter im Kreisnorden. An der Küste gehört es mittlerweile fast schon zum guten Ton, diesen Posten mindestens einmal im Jahr neu zu besetzen. Doch irgendwie — und das ist die positive Botschaft — kommt ein jeder Tourismus-Boss wieder an einem anderen Ort in der unmittelbaren Nachbarschaft unter. Man munkelt sogar, dass die Verträge der Tourismusleiter vom neuen Arbeitgeber 1:1 übernommen werden.

Erst Fehmarn einfach, dann Heiligenhafen zweifach, jetzt Oldenburg dreifach? Der Sprecher einer Bürgerinitiative kündigt drei Bürgerentscheide bis Jahresende an. Motto: „Was die können, können wir schon lange.“ Themen, die sich anbieten könnten: Rückkehr der Winter-Eis(wasser)bahn, neue Farbgebung des Rathauses (Pink) sowie Rückzug vom Interkommunalen Gewerbegebiet.

Jahresendspurt: Der Bürgermeisterwahlkampf in Heiligenhafen wird in der fünften Stichwahl kurz vor dem Jahreswechsel entschieden. Die Stadt ist wie so oft in zwei Lager gesplittet. Am Ende sind alle erleichtert, dass es vorbei ist.

Auf ein Neues in 2017!

pm

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