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Ostholstein Doppelter Abi-Jahrgang: Lehrer im Prüfungsmarathon
Lokales Ostholstein Doppelter Abi-Jahrgang: Lehrer im Prüfungsmarathon
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21:18 20.02.2016
Michaela Krohn von der Inselschule Fehmarn.

Lehrkräfte kommen an ihre Belastungsgrenze: Die Prüfungspläne sind logistische Meisterleistungen. Der doppelte Abitur-Jahrgang ist für die Gymnasien im Nordkreis — in Neustadt und Oldenburg — eine Herausforderung. Nur die Inselschule Fehmarn nimmt eine Sonderstellung ein.

Deutlich mehr Arbeit kommt auf die Lehrer am Neustädter Küstengymnasium zu. Wie bei allen G8-Schulen, gibt es auch dort einen Doppeljahrgang. Also Schüler, die nach neun oder acht Jahren Abitur machen — gemeinsam. Laut Schulleiter Karsten Kilian werden rund 90 Schüler (davon 60 G9) zur Prüfung antreten. „Das ist natürlich mehr Arbeit und liegt daran, dass alle Arbeiten zweimal korrigiert werden müssen. Die Fristen bleiben aber dieselben. Für eine relativ kleine Schule bedeutet das, dass in bestimmten Fächern absolut alle Kollegen im Einsatz sind“, erläutert Kilian. Allerdings könne man in diesem Jahr über Korrekturtage verfügen, da das Ministerium da sehr großzügig sei. Für noch mehr Arbeit sorgt, dass das Küstengymnasium als staatliche Schule das Abitur der Waldorfschule Lensahn betreut. „Auch dort sind Kollegen im Einsatz“, so Kilian.

Die Doppelbelastung aufgrund paralleler G8- und G9-Jahrgänge stellt das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Oldenburg vor allem vor räumliche Probleme. „Die Aula ist aufgrund der baulichen Mängel gesperrt. Von daher werden wir uns nach Alternativen umsehen müssen, wie und wo wir einen so großen Jahrgang verabschieden können“, äußert sich dazu Schulleiter André Bigott. Statt üblicherweise rund 60 Schüler werden derzeit 108 Schüler auf das Abitur vorbereitet. Die Mehrbelastung in der Beschulung, so Bigott, könne jedoch derzeit gut durch zusätzliche Lehrkräfte aufgefangen werden, die das Ministerium aufgrund der beiden parallelen Jahrgänge bereitgestellt habe. Bigott: „Für uns stellt sich die Frage was passiert, wenn der große Jahrgang weg ist.“ Dann müsse neu geschaut werden, ob es personelle Überhänge gebe und wie damit umzugehen sei. „Für einzelne Kollegen bringt das Unsicherheiten über ihren künftigen Arbeitsort mit sich“, so Bigott.

An der Inselschule Fehmarn ist der doppelte Abi- Jahrgang kein Thema. Denn 2007 als einzige Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe gestartet, nimmt sie im Land eine Sonderrolle ein. Ein „Turbo- Abi“ wurde damals von Kiel nicht genehmigt. Zuerst wurde dies als Rückschlag empfunden — doch inzwischen ist das für viele Eltern ein Pluspunkt. In diesem Sommer streben, so Schulleiterin Michaela Krohn, 50 Schüler das Abitur an. Es ist der erste Jahrgang, der damals an der neuen Schule startete. Krohn: „Wenn es alle schaffen, liegt die Quote bei 29 Prozent. Im alten Jahrgang davor lag sie bei 17 Prozent.“ ser, tk, gjs

LN

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