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Ostholstein Draußen bei Wind und Wetter: Erste Kita gründet Naturgruppe
Lokales Ostholstein Draußen bei Wind und Wetter: Erste Kita gründet Naturgruppe
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19:16 29.06.2016
Marlon (re.), Max (beide 6) und ihre Freunde aus dem Oldenburger St.-Johannis-Kindergarten vergnügen sich schon jetzt gerne draußen. Eine neue Gruppe soll bald fast nur noch im Freien sein. Quelle: Fotos: Binder

Die Vorbereitungen für Oldenburgs erste „Draußen-Kitagruppe“ laufen. Zum 1. September richtet der St.-Johannis-Kindergarten eine Naturgruppe mit 15 Plätzen ein, die sich hauptsächlich auf dem Gelände des Wallmuseums aufhalten soll. Die Stadt hat mit Blick auf den Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen einen entsprechenden Vertrag mit dem Kinderschutzbund als Kita-Träger geschlossen (die LN berichteten). Nach Angaben der Kreisverwaltung ist es die erste Kita-Gruppe dieser Art im Norden Ostholsteins; bisher gebe es ähnliche Angebote ausschließlich im südlichen Kreisgebiet.

Bisher gibt es sogenannte Waldgruppen nur im südlichen Kreisgebiet – Im September startet ein entsprechendes Angebot auch in Oldenburg – Noch sind Plätze frei.

Inke Müller, die die neue Kindergruppe zusammen mit einer Kollegin betreuen wird, freut sich, dass das Konzept nun auch in Oldenburg umgesetzt wird. Vor einigen Jahren habe sie bereits eine Waldspielgruppe für Kinder unter drei Jahren in Damlos geleitet, erzählt die Erzieherin, schon damals habe sie „sehr gute Erfahrungen“ mit dem Frischluft-Projekt gemacht. Auch die Nachfrage nach weiterführenden Angeboten für Kinder zwischen drei und sechs Jahren sei groß gewesen – nur habe sie bisher nicht erfüllt werden können.

Die jetzige Resonanz bestätige, dass das Konzept bei vielen Eltern auf Zustimmung stoße, sagt auch Kita-Leiterin Sandra Kibbel. Kinder aller Altersgruppen seien angemeldet worden, darunter sowohl Neuzugänge als auch kleine Naturliebhaber, die bisher in einer der Regelgruppen der Kita betreut würden. Einige Restplätze seien noch zu vergeben – vorrangig an Kinder aus Oldenburg (siehe Infotext).

Für die Kinder der Naturgruppe soll es bei fast jedem Wetter nach draußen gehen – in den Wald, wie Gruppenleiterin Müller erklärt. Den Begriff könne man für das betreffende Gelände durchaus so stehen lassen, sagt sie schmunzelnd, vor allem, wenn man bedenke, dass Bäume und Sträucher auf die jungen Entdecker viel größer wirkten als auf Erwachsene.

Bei extremen Wetterlagen wie Gewitter oder Sturm findet die Kita-Gruppe Unterschlupf im Wallmuseum. Dort können auch die sanitären Anlagen genutzt werden. Grundsätzlich gehe es aber darum, so viel Zeit wie möglich im Freien zu verbringen, erklärt Inke Müller. Die Kinder sollten die Natur entdecken und erleben, Tiere beobachten, Pflanzen kennenlernen und erfahren, welche davon essbar seien. Es werde kaum vorgefertigtes Spielzeug mitgenommen; stattdessen dürften die Kinder mit natürlichen Materialien basteln, mit Werkzeug umgehen, klettern oder mit einer Lupe das Leben rund um die eigenen Füße beobachten.

Darüber hinaus würden die Kinder aber auch die „normalen“ Dinge aus dem Kita-Alltag lernen wie zum Beispiel den Umgang mit Schere und Papier, betont Müller. Auch Ausflüge, etwa zu Polizei und Feuerwehr, und Feste stünden auf dem Programm und würden gemeinsam mit den weiteren Gruppen der St.-Johannis-Kita organisiert. „Wir unterliegen den gleichen gesetzlichen Bildungsleitlinien wie eine Regel-Kita“, so Müller, „die Kinder werden bei uns genauso in ihrer Entwicklung gefördert.“

Noch gibt es freie Plätze

15 Kinder zwischen drei und sechs Jahren können ab September in der neuen Naturgruppe der St.-Johannis-Kita betreut werden.

Noch gibt es einige freie Plätze. Infos und Anmeldung: ☎ 04361/8770.

Betreut werden die Kinder von 8 bis 13 Uhr. Der KSB sei grundsätzlich bereit, die Zeiten zu erweitern, sofern sich ein entsprechender Bedarf abzeichne, so Kita-Leiterin Sandra Kibbel.

Jennifer Binder

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