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Ostholstein Drei Gaslecks im Haus — Familie bangt um Sicherheit
Lokales Ostholstein Drei Gaslecks im Haus — Familie bangt um Sicherheit
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22:48 19.02.2016
Petra H. zeigt den LN den betroffenen Gaszähler. An den Leitungen fielen zwei weitere Lecks auf. Quelle: Fotos: Peter Mantik (2)

Am vergangenen Dienstag kam Petra H. (Name geändert) gegen 19 Uhr von der Arbeit nach Hause. Auf ihrer To-Do-Liste für diesen Abend stand Wäschewaschen.

„Das Vertrauen in den ZVO haben wir verloren.“

Eigentümerin

Doch als sie die Treppe in den Keller hinunterging, passierten zwei Dinge gleichzeitig: Die Alarmanlage schlug an und sie nahm starken Gasgeruch wahr.

Schnell machte Petra H. die Heizung aus und sperrte das Gasventil der Zuleitung. „Dann ging alles schnell. Ich rief meinen Sohn, riss Fenster und Türen auf, wir rannten aus dem Haus. Ich hatte Panik.“ Anschließend habe sie den Notdienst des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) benachrichtigt. Ins Haus habe sie sich erst wieder getraut, nachdem ein Mitarbeiter des ZVO die Leitung repariert hatte und das Haus ordentlich gelüftet war.

Am Morgen des gleichen Tages sei turnusgemäß der Zähler von einem ZVO-Subunternehmen ausgetauscht worden. Dem Mitarbeiter sei dabei bereits ein kleines Leck aufgefallen. Petra H.: „Der Mann sagte mir, dies sei zu vernachlässigen. Er werde den Sachverhalt weiterleiten.“

Der Notdienst des ZVO stellte am Abend fest, dass der neue Zähler fehlerhaft war. Dort sei das Gas ausgeströmt. Petra H.: „Der Mitarbeiter war nett, beschwichtigte aber, es habe keine Gefahr bestanden.“ Schließlich habe der Mann das zweite Leck bestätigt und obendrein noch ein drittes gefunden.

Petra H.s Ehemann kann den Vorfall nicht einfach abtun, betont: „Es gibt Berufe und Branchen, da erwartet man als Kunde eine Null-Fehler- Toleranz.“ Petra H. fügt hinzu: „Mein Vertrauen in den ZVO ist dahin. Mein erster Gang vor und nach der Arbeit führt mich in den Keller, auch wenn alle drei Lecks behoben wurden.“ Sie und ihre Familie hätten einen Schutzengel gehabt. „Das Haus hätte in die Luft fliegen können und mein Sohn war stundenlang in seinem Zimmer“, sagt Petra H.

ZVO-Konzernsprecherin Nicole Buschermöhle sagte auf LN-Anfrage: „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die der Familie entstanden sind. Selbstverständlich können wir die Besorgnis nachvollziehen.“ Gleichwohl betonte der ZVO mit Hinweis auf die Sicherheitsbestimmungen, dass für die Bewohner keine Gefahr bestanden habe. Die Raumluftkonzentration des Erdgases sei gemessen worden mit einem Wert von 0,02 Volumenprozent. Der Explosionsbereich für Erdgas liege mit vier bis 17 Volumenprozent deutlich höher. Der Grund für den Gasaustritt werde nun ermittelt.

Petra H. bewertet die ausgeströmte Gasmenge anders: „Bevor der Notdienst da war, habe ich das Haus 30 Minuten lang gelüftet. Die Gaskonzentration war meiner Meinung viel höher, außerdem hat die Warnanlage angeschlagen.“

Peter Mantik

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