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Ostholstein Drei Jugendwehren als ein Team
Lokales Ostholstein Drei Jugendwehren als ein Team
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20:21 19.11.2016
Das Schläuche-Schleppen gehörte gestern für die Jugendlichen zu den ersten Übungs-Aufgaben auf dem Hof Voß in Zarnekau. FOTO: CHRISTINA DÜVELL-VEEN

. Die Antworten ähnelten sich alle. Auf die Frage: „Was findet ihr gut an der Jugendfeuerwehr?“ kam ein einhelliges: „Alles!“. Und wer sich erkundigte:

Zehn- bis 18-Jährige aus Süsel, Röbel und Zarnekau probten gestern gemeinsam den Ernstfall.

„Was gefällt Euch denn nicht so gut?“ hörte ein eindeutiges „Nichts!“ Engagiert waren gestern die Angehörigen der drei Jugendwehren in der Gemeinde Süsel bei der Sache. Nach einem vom Zarnekauer Ortswehrführer Maik Kramp und dem Zarnekauer Jugendgruppenleiter Marvin Plath ausgearbeiteten Drehbuch spielten sie durch, was passieren muss, wenn es in einer Halle auf dem Hof Voß in Zarnekau plötzlich brennt und Menschen dort eingeschlossen sind. Da mussten Schläuche verlegt, Anschlüsse gekuppelt und Funkgeräte bedient werden. Aufmerksame Beobachter war nicht nur die Verantwortlichen der Jugendwehren aus Süsel, Zarnekau und Röbel, sondern auch viele Angehörige sowie der stellvertretende Gemeindewehrführer Rolf Müller.

Treffpunkt für alle Jugendlichen war zunächst das Zarnekauer Gerätehaus. Am Ort des Geschehens erwartete dann Gemeindejugendfeuerwehrwart Dirk Martens die hoch motivierten Zehn- bis 18-Jährigen. Wie bei einem richtigen Einsatz waren sie in großen Fahrzeugen mit Blaulicht zum Hof gefahren worden. Martens: „Schon das ist für viele etwas Besonderes“, und weiter: „Das ist ja auch nicht einfach zu machen. Da muss vorher schon ein formloser Antrag bei der Gemeinde gestellt werden.“

Die jeweiligen Gruppenführer verteilten die Aufgaben. Während sich einige um die Wasserversorgung, die über eine etwa 300 Meter lange Leitung aus dem nahe gelegenen Teich erfolgte, kümmerten, krochen andere durch den dicken Disco-Nebel und suchten nach den „Verletzten“. Schnell hatten sie die Puppen gefunden. Sorgfältig brachten sie sie auf Tragen ins Freie.

Hauptlöschmeister Dirk Martens ist seit fast 16 Jahren Jugendfeuerwehrwart in Süsel. Der heute 38-Jährige kam vor 28 Jahren zur Wehr. „Freunde haben mich da reingequatscht“, erinnert er sich. Und sofort war er mittendrin. „Wenn das Feuer einen erreicht hat, dann lässt es einen auch nicht wieder los“, hat er damit selber erfahren. Allerdings gilt dies nur für die, die wirklich von der guten Sache überzeugt sind. Martens: „Entweder ganz oder gar nicht.“

Die Jugendwehr erfüllt in seinen Augen eine ganz wichtige Aufgabe: „Die Jungen und Mädchen erleben eine ganz junge Kameradschaft. Sie lernen den Zusammenhalt.“ Anders als in anderen Bereichen gebe es bei der Jugendwehr keine Cliquen-Bildung. Zudem werde technisches Wissen vermittelt. Die Freizeit mit vielen geselligen Veranstaltungen und Ausflügen komme auch nicht zu kurz.

Christina Düvell-Veen

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