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Ostholstein Drohen in Ratekau Bäume umzustürzen?
Lokales Ostholstein Drohen in Ratekau Bäume umzustürzen?
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22:28 07.11.2013
Bei einigen Linden, die seit mehreren Jahrzehnten in der Ratekauer Blüchereiche wachsen, platzt die Rinde ab. Quelle: Fotos: Düvell-Veen (2)/hfr
Ratekau

Sobald er Wind hört, wird Roland Schunke unruhig. Sein Blick geht hinaus zu der vor dem Haus stehenden Linde. „Wird sie dem nächsten Sturm standhalten?” fragt sich der 65-Jährige aus der Straße Blüchereiche in Ratekau bange.

Erst wenige Tage ist es her, dass gegenüber ein riesiger Baum dem Orkantief „Christian“ nicht mehr standhielt und in den Vorgarten kippte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Schunke hat schon mehrfach auf den schlechten Zustand der Linden in der Blüchereiche aufmerksam gemacht, fand bislang aber nirgends Gehör. Auf LN-Anfrage zeigt Bürgermeister Thomas Keller (parteilos) Verständnis. „Ich kann die Sorgen nachvollziehen”, sagt er. Gleich nach dem Sturm „Christian“ habe er einen externen Gutachter beauftragt, der sich die Bäume an der Blüchereiche noch einmal besonders genau ansehen soll.

Schunke lebt seit drei Jahren in Ratekau. Er ist gelernter Musiker, hat aber auch viele Jahre auf dem Friedhof in Hamburg-Nienstedten gearbeitet. Schon dort hat er es mit Linden zu tun gehabt, und auch dort hat er schadhafte Stellen gesehen, wie er sie jetzt an den Bäumen in Ratekau beobachten kann. „An einigen Stämmen schält sich die Rinde ab. Schädlinge können sich darin festsetzen. Auf dem Friedhof mussten wir immer sofort die betroffenen Äste absägen, damit keine Menschen zu Schaden kommen”, berichtet Schunke.

Linden wie sie in der Blüchereiche stehen, hat er bislang noch nie gesehen. „Sie sind sehr schmal und wachsen extrem hoch”, beschreibt er die Bäume. Deren Wurzeln zerstörten große Flächen der Gehwege und sorgten dort für starke Unebenheiten. Schunkes Vorschlag: „Gepflanzt werden müssten kleinere Bäume, die auch in die Siedlung passen.”

Bürgermeister Keller erläutert: „Alle unsere Straßenbäume werden regelmäßig zweimal jährlich kontrolliert, und dieses wird dann auch dokumentiert.“ Nachdem die Linde in der Blüchereiche umgestürzt ist, müsse jetzt überlegt werden, warum offensichtlich gesunde Bäume dort umkippen. Keller: „Sind sie zu eng gepflanzt oder werden sie durch die Straße und den Fußweg behindert?“ Der Bürgermeister verspricht: „Wir werden auf alle Fälle auf Nummer sicher gehen.“

Christina Düvell-Veen

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