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Ostholstein Droht morschem Steg die Sperrung?
Lokales Ostholstein Droht morschem Steg die Sperrung?
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16:27 30.11.2018
Winterschlaf am Steg 2 in Burgstaaken. Bis zur nächsten Saison muss er aber im Wege der Verkehrssicherung ausgebessert werden. Quelle: Michael Kirchner
Burg a.F

Bis zur nächsten Saison muss der Steg 2 im Hafen Burgstaaken, der hauptsächlich touristisch für Ausflugs- und Angelschiffe genutzt wird, dringend ausgebessert werden. Wie jetzt in der Sitzung des Hafen- und Stadtwerkeausschusses verlautete, sind 56 Bohlen schadhaft und müssen ausgetauscht werden.

Sachbearbeiterin Linda Lafrenz von der Stadtverwaltung Fehmarn erläuterte: „Der Belag ist zehn Jahre alt und inzwischen schadhaft, morsch und bemoost“. Außerdem stünden an einigen Stellen Schrauben sehr weit aus dem Holz hervor und bildeten gefährliche Stolperfallen. Ursprünglich sei geplant gewesen, den Steg im Rahmen der Gesamtmaßnahme „Verbesserung der Hafeninfrastruktur zur Direktvermarktung von Fischereierzeugnissen im Kommunalhafen Fehmarn“ (die LN berichteten) völlig neu zu bauen. Die Fördertöpfe für diese etwa 2,2 Millionen teure Maßnahme seien derzeit aber leer, so dass vor 2020 keinesfalls mit dem Umbau des betreffenden Hafenbereichs zu rechnen sei.

Steg droht die Sperrung

Die Stadt stehe aber in der Verkehrssicherungspflicht und wenn bis zur nächsten Saison nicht Abhilfe geschaffen worden sei, müsse der Steg gesperrt werden, erklärte auch der stellvertretende Fachbereichsleiter Arndt Meislahn. Da man sich entschieden habe, statt kostspieliger Tropenhölzer Bohlen aus Eichenholz zu verwenden, werde die Ausbesserung auch nicht so teuer, wie zunächst angenommen. Im Haushalt der Stadt Fehmarn stünden noch nicht abgerufene Mittel im Produkt „Hafen Burgstaaken“ in Höhe von 25 000 Euro zur Verfügung.

Muss Hafenbecker fünf Meter ausgebaggert werden?

Die Ausbaggerung des Hafenbeckens Burgstaaken und der Fahrrinne dorthin war weiteres Thema der Sitzung. Die letzte Ausbaggerung sei 1998 erfolgt, damals auf eine Tiefe von fünf Metern, berichtete Arndt Meislahn. Ob diese Tiefe aber überhaupt notwendig sei, wurde in der Versammlung bezweifelt. Denn wie Meislahn ausführte, werde das Wasser- und Schifffahrtsamt demnächst in seinem zuständigen Bereich vor dem Kommunalhafen eine Ausbaggerung beginnen, jedoch nur auf eine Tiefe von 4,50 Metern. „Schiffe mit größerem Tiefgang werden dann sowieso nicht in den Hafen gelangen“, meinte Ausschussmitglied Jürgen Kölln, wozu dann also auf fünf Meter ausbaggern? Also brauche man auch nicht mit Aushub von 35 000 Kubikmetern rechnen sondern nur mit rund 10 000 Kubikmetern, ebenso würden sich die Kosten drastisch reduzieren, stellte Arndt Meislahn fest. Einzelheiten sollen von einem Planungsbüro ermittelt werden.

Positives Ergebnis im Stadtwerke-Wirtschaftsplan

Der Wirtschaftsplan 2019 für die Stadtwerke Fehmarn wurde unterdessen vom Ausschuss einstimmig angenommen. Es wird mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 105 900 Euro gerechnet, so dass ein Verlustausgleich durch den kommunalen Haushalt der Stadt nicht zu erfolgen braucht. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wurde auf zwei Millionen Euro festgesetzt.

Michael Kirchner

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