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Ostholstein Drohungen gegen die Rettungsleitstelle
Lokales Ostholstein Drohungen gegen die Rettungsleitstelle
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21:53 27.06.2016
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Bad Oldesloe/Eutin

Einen solchen Fall hat es bisher noch nicht gegeben. Am Sonnabend ist um 17.34 Uhr bei der für die Kreise Ostholstein, Stormarn und Herzogtum Lauenburg zuständigen Integrierten Regionalleitstelle Süd (IRLS) in Bad Oldesloe eine Bombendrohung per SMS-Sprachnachricht eingegangen. Die möglicherweise psychisch kranke Verfasserin, nach Angaben von Polizeisprecher Holger Meier eine 25-jährige Frau aus dem Kreis Ostholstein, muss nun mit Strafverfahren wegen Bedrohung (Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe) und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten oder gemeingefährlichen Verbrechen (bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe) rechnen.

Carsten Horn. Quelle: jeb

Die Polizei kam der Frau schnell über ihre Telefonnummer auf die Spur. Grundsätzlich werden, egal ob Gespräch, SMS- oder Faxverkehr, die Nummern immer angezeigt, auch dann, wenn der Anrufer sie unterdrückt, erklärte Carsten Horn, der Leiter der Leitstelle.

Unterdessen stand die Leitstelle kurz vor der Evakuierung. Die sogenannten Technischen Einsatzleitungen (TEL) der drei Kreise wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Jeweils an den Feuerwehrtechnischen Zentralen in Nütschau (Stormarn), Lensahn (Ostholstein) und Elmenhorst (Herzogtum Lauenburg) bauten die Spezialisten Führungsstellen auf.

Nachdem die Polizei die Verfasserin identifiziert hatte, gab es Entwarnung. Sprengstoffspürhunde und Spezialisten der Polizei konnten beidrehen. Nach Eingang der Drohung sei die IRLS mit den anderen Leitstellen im Land vernetzt worden, so dass jederzeit die Sicherheit aller Einwohner der drei Kreise gesichert gewesen sei, so Horn. Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz teilte mit: „Wir mussten uns ja darauf vorbereiten, die Leitstelle möglicherweise zu evakuieren. Und nicht nur die Leitstelle, sondern auch das gesamte Kreishaus, dort wurden am Wochenende Bauarbeiten durchgeführt.“

Bei einer Evakuierung wären die anderen Leitstellen eingesprungen.

Mitarbeiter des Kreises Ostholstein und ein IRLS-Disponent aktivierten den für solche Fälle vorgesehenen Ersatz-Einsatzplatz sowie den Funkraum im Eutiner Kreishaus, teilte Kreissprecherin Anja Sierks-Paff mit. Ostholsteins Kreiswehrführer Thorsten Plath berichtete, das sei vorsorglich geschehen, „um möglichst alle Wege nutzen zu können.“ Gebraucht worden sei dieser Funkplatz nicht. „Wir werden die Sache aber noch einmal reell durchspielen.“

Bis gestern Vormittag hatte die Polizei die Absenderin der Drohung noch nicht gefunden. Gestern gegen 7 Uhr früh gab es eine erneute Drohung gegen die Leitstelle vom selben Absender. Da die Rufnummer diesmal bekannt war, wurde lediglich die Polizei informiert.

Jens Burmester

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