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Drunter und Drüber im Eutiner Bauausschuss

Eutin Drunter und Drüber im Eutiner Bauausschuss

Auf einer Sondersitzung sind weitere Fragen zur Gestaltung des Marktes und der Königstraße zu klären / Möglicherweise ist auch die Stadtvertretung gefragt.

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Eutin. Die geplante Aufwertung und Modernisierung des Stadtkerns mutiert augenblicklich zu einer „Stadtsanierung light“. Der Bauausschuss bestätigte am Donnerstag Empfehlungen des Stadtentwicklungsausschusses: Es wird keine Wasserspiele geben, der bestehende Brunnen wird jedoch entfernt. Mit einem Leerrohr will man sich aber Optionen für später offenhalten.

Ulrike Benthien zur Sitzung des Eutiner Bauausschusses

Dieses Ergebnis muss schon als Erfolg einer völlig verqueren Sitzung gewertet werden, in deren Verlauf es der Vorsitzenden nicht gelang, sich durchzusetzen.

Das allerdings lag nicht an Monika Obieray (Grüne), die sich streckenweise vorkam „wie vor einer Schulklasse“. Vor einer von Jugendlichen in der schwierigsten Altersstufe, möchte man anfügen.

Elfi-Jacqueline Meyer (FDP) war gleich mit Sitzungsbeginn auf Krawall gebürstet. Malte Tech (FWE), nicht stimmberechtigt, tönte fortlaufend aus der zweiten Reihe, Parteifreund Heinz Lange kommentierte ebenfalls ungefragt und lautstark aus dem Zuschauerraum. Klaus Kibbel und Detlef Kloth (beide SPD) mussten mehrfach unter Beweis stellen, dass sie kräftige Stimmen haben und mit der Faust auf den Tisch donnern können.

Die anhaltende Disziplinlosigkeit führte unausweichlich zu Missverständnissen. Etwa als die SPD beantragte, die am Mühlenberg beginnende Pflasterung — in der Mitte der Straße Granitpflaster, links und rechts ein Band aus Klinker — die komplette Peterstraße entlang bis zur Lübecker Straße durchzuziehen und dafür auch eine Mehrheit fand. Später stellte sich heraus, dass von der Vorsitzenden der Abschnitt östliche Peterstraße von der Albert-Mahlstedt-Straße bis zur Ecke Bäckerei Allwörden zur Abstimmung gestellt worden war (entsprechend ist er auch in allen Zeichnungen markiert). „Wenn die Pflasterung der Peterstraße vor dem Rathaus durchgezogen wird, dann unterläuft das die Planungen für den Markt“, argumentierte Obieray. Die SPD verwies jedoch auf die bereits erfolgte Abstimmung.

Die vom Stadtentwicklungsausschuss angeratene „wahrnehmbare Pflasterung“ zur Anbindung der Durchgänge zum Stadtgraben und zum Segenhörn soll durch hochkant verlegte Klinker erfolgen (Mehrkosten noch unbekannt). Über die Anbindung der Twieten an den Markt ist aufgrund der zähen Diskussion noch gar nicht beraten worden. „Wir werden einen Sonder-Bauausschuss ansetzen“, sagte Monika Obieray gestern.

Dass das Ehrenmal in der Mitte des Marktes stehen bleiben soll, hatte der Stadtentwicklungsausschuss bereits beschlossen. Es handele sich um eine Beschlussempfehlung, so Klaus Kibbel. „Ich möchte einen großen Platz und das Ehrenmal versetzen“, unterstrich er und beantragte dies auch. „Meines Wissens nach soll dieser Punkt in der Stadtvertretung erneut behandelt werden“, erklärte Monika Obieray. Dort möchte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (CDU) auch noch einmal über die Bäume vor dem Brauhaus diskutieren. Würden, wie jetzt beabsichtigt, neue gepflanzt und zwar weiter vorgezogen Richtung Ehrenmal, und würde dieses an seinem Platz bleiben, wäre die Veranstaltungsfläche deutlich kleiner als sie es jetzt ist. ben

Mit Pepita zufrieden

Der künftige Bürgermeister Carsten Behnk hat einen Vorgeschmack bekommen von dem, was in Eutiner Gremien auf ihn zukommt. Außer Rand und Band zeigte sich am Donnerstag der Bauausschuss, der sich — unsachlich, unhöflich, unverschämt, unsäglich — auf der Peinlichkeitsskala weit nach oben katapultierte.

Das Sanierungskonzept des Wettbewerbssiegers von 2014, von der Jury als sehr aufgeräumt, sorgfältig durchgearbeitet, modern, funktional und stimmig gepriesen, wurde pulverisiert. Daran hatte tags zuvor auch der Stadtentwicklungsausschuss schon kräftig mitgewirkt.

Eutin möchte sich gern neu erfinden, ein modernes, frisches Gesicht bekommen. Aber am allerliebsten ohne etwas anzutasten. „Wir machen hier nur Klein-Klein, Pepita“, verzweifelte die Bauausschussvorsitzende Monika Obieray (Grüne). Wohl wahr.

Nur noch mal zur Erinnerung: Der Jury, die das Planungsbüro RMP damals auf den ersten Platz setzte, gehörten Vertreter der CDU-, SPD-, FDP- und Grünen-Fraktion als Sachpreisrichter an. Was von ihnen nicht nur mitgetragen, sondern geradezu gefeiert wurde, sammeln sie nun selbst Stück für Stück wieder ein. Und das quasi auf der Zielgraden.

Ein großer Wurf sollte es werden. Der Mut fehlt. Es reicht nur zu Pepita.

LN

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