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Ostholstein Dünen-Plausch mit der Surf-Ikone: Robby Naish auf Fehmarn
Lokales Ostholstein Dünen-Plausch mit der Surf-Ikone: Robby Naish auf Fehmarn
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22:52 09.08.2017
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Fehmarn
Wassersport-Star aus den USA zu Besuch in Ostholstein – Heute zwei Autogrammstunden.

Robby treffen

Surf-Fans können den Surfstar heute treffen: Um 11 Uhr ist er bei Windsport in der Burger Osterstraße, ab 15 Uhr dann im Surfshop Gertrudenstraße.

Die Ikone aus den USA, die unglaubliche 24 WM-Titel errungen hat (den ersten mit 13 Jahren), ist für zwei Tage auf der Sonneninsel. Die LN treffen Naish exklusiv zum Strandgespräch – in einem Mix aus Deutsch und Englisch. Zwei Jahre Deutschunterricht in der High- school und etliche Interviews lassen ihn heute sogar Zungenbrecher wie „Porsche“ – von denen er einen in der Garage stehen hat – einwandfrei aussprechen.

Naish sagte einmal, das Meer erfülle ihn mit Ruhe. Am Südstrand von Fehmarn ist sie zu spüren, seine Nähe zur See, seine Verbundenheit. Naish, der Sohn eines Surflehrers, wuchs auf Hawaii auf, trug erstmals mit vier Jahren feste Schuhe. Der Beachboy von einst hat auch 50 Jahre später – jetzt mit Sneakern an den Füßen – kaum etwas von seiner Jugendlichkeit eingebüßt, auch wenn die Gesichtszüge markanter sind und das Haar angegraut.

Er steht noch heute fast täglich auf dem Surfbrett. Sein Leben auf dem Ozean ist nicht gefahrlos. 2012 wäre er fast in einer Monster- Welle ertrunken. Mit Meeresbewohnern wie den Haien habe er einen Deal: „Ich esse keinen Fisch und sie essen mich nicht.“ Naish sucht den Thrill. So surfte er auf dem Amazonas, umgeben von Alligatoren und Piranhas. Dagegen dürfte die Ostsee vor Fehmarn wie ein Gartenteich anmuten, oder?

„Jedes Meer hat seinen Reiz“, sagt er. Er sei sehr von Fehmarn überrascht. „Ich dachte das Meer sei schmutzig, aber es ist ja fast wie in meiner Heimat.“ Sein letzter Fehmarn-Besuch liegt 30 Jahre zurück. Zwei echte Insulaner kennt er schon seit Jahrzehnten, die Charchulla-Zwillinge. „Die trifft man überall“, erzählt Naish. Ob er bei deren Surfschule um die Ecke vorbeischaut, weiß er aber noch nicht. Die beiden seien durchaus Vorbilder. „Ich möchte auch noch so lange wie möglich surfen, das ist meine Basis für alles.“

Kai Enseleit von „Windsport“ Fehmarn ist begeistert, sagt: „Fehmarn ist die Surferinsel Nummer eins in Deutschland, nicht umsonst haben wir Robby hier bei uns.“ Im Gespräch mit den LN fällt der Name Sylt bewusst nicht. Fehmarn sei eine Marke, die für sich stünde. Enseleit: „Es gibt keinen anderen Ort wie diesen, wo bei jeder Wind- und Strömungsrichtung der optimale Surfspot so nah ist.“ Naish, der Surf-Botschafter, kommt da gerade recht. Er möchte den Menschen diesen Sport ohne viel Hightech zurückbringen. Beim Blick auf die Ostsee sagt er aber: „Bei dem Wind ist es mit herkömmlichen Material ein Kampf und macht keinen Spaß.“ Seine Vision: Surfen auf Foils, auf Kufen, die das Brett im Wasser anheben und schweben lassen. Naish: „Die funktionieren ohne Kraftaufwand bei wenig Wind.“

Leider kann er dies auf Fehmarn nicht selbst vormachen. Den 54-Jährigen bremst ein gebrochener Fuß aus. Das Surfen auf der Ostsee wird vertagt. Der Star aber verspricht: „Ich komme wieder.“

Einen Clip über Robby Naish auf Fehmarn gibt es bei www.LN-online.de

 Peter Mantik

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