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Ostholstein Dünenmeile läuft: Scharbeutz aber will mehr Gäste für alle
Lokales Ostholstein Dünenmeile läuft: Scharbeutz aber will mehr Gäste für alle
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22:23 12.04.2017
Die Dünenmeile in Scharbeutz ist eine Erfolgsgeschichte. Am vergangenen Wochenende war sie wieder sehr gut besucht. Quelle: Foto: Ulrike Benthien

Gabriela Prehn hat eine Idee. „Wir müssen die Dünenmeile bis zum Ende von Haffkrug verlängern. Im Juli und August läuft es hier fast über. Damit entzerren wir den Run in der absoluten Hauptsaison auf das Scharbeutzer Zentrum“, ist sie überzeugt.

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Initiative und Wirtschaft suchen Gleichgesinnte mit Ideen.

„Im Juli und August läuft es hier auf der Dünenmeile fast über.Gabriela Prehn

Vermieterin, Scharbeutz

Die 48-jährige Hotelfachfrau, die seit 1986 im Tourismus tätig ist und seit 1993 Ferienwohnungen im elterlichen Betrieb vermietet, gehörte zu den etwa 100 Gästen, die zum Auftakt der „Veranstaltungsinitiative Scharbeutz (VIS)“ gekommen waren. Unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“ folgte auch sie damit einer Einladung der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB), den Betreibern der Dünenmeile und der Wirtschaftsvereinigung Scharbeutz (WVS).

Gabriela Prehn forderte alle Verantwortlichen dazu auf, gemeinsam zu versuchen, „Leuchtturmprojekte“ zwischen Scharbeutz und Haffkrug entstehen zu lassen. Konkret denkt sie da nicht an ganz Großes, sondern eher an kleine Cafés und Kioske, an mehr Sitzplätze und überhaupt an mehr Service für den Gast am Strand. Trimm-Dich-Geräte wie in Scharbeutz könnten ein weiterer Aufenthaltsgrund sein. Die Betreiber von Kiosken, die jetzt schon da sind, sollten motiviert werden, länger als bis 18 Uhr geöffnet zu haben. „Wir müssen einfach mal ein Brainstorming machen und überlegen, wie wir die Dünenmeile entlasten und gleichzeitig die Strecke bis nach Haffkrug attraktiver machen können“, sagte Gabriela Prehn in einem LN-Gespräch.

TALB-Vorstand André Rosinski wollte mit dieser ersten Veranstaltung mehr Mitstreiter gewinnen. Sein Vorhaben: Gemeinsam soll in Zukunft über die Veranstaltungsplanung diskutiert und eine noch stärkere Identifizierung mit dem Ort erreicht werden.

Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) dachte an dem Abend weit zurück: „Es erinnert mich ein wenig an die Veranstaltungsreihe, die ich vor 13 oder 14 Jahren im Nachgang zum damaligen Tourismusforum initiiert habe.“ Ein Auslöser war damals, dass Scharbeutz in den Jahren von 1995 bis 2005 rund 40 Prozent der Übernachtungsgäste verloren hatte.

Das gehöre inzwischen der Vergangenheit an. Vielmehr entwickelten sich die Zahlen nahezu im Monatsrhythmus stetig weiter aufwärts. Dennoch mahnte Owerien: „Eines müssen wir allerdings feststellen – der Vorsprung, den wir vielleicht im Bereich touristische Infrastruktur hatten, den haben viele Orte bereits aufgeholt. Andere sind auf dem besten Weg, so dass man allein mit diesem Punkt nicht mehr gewinnen kann. Letztendlich ist es die gesamte Wertschöpfungskette, die überzeugen muss.“

Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Scharbeutz und wie sie sich die Zukunft vorstellen, schilderten nicht nur Gabriela Prehn, sondern auch Birte Friedländer für den Bereich Veranstaltungen sowie Markus Beutel (Einzelhandel) und Ralf Casagrande (Gastronomie). Clemens Meininghaus berichtete über die Unterschiede einer Strandkorbvermietung zwischen früher und heute.

Peer Möller, der zweite Vorsitzende der WVS, appellierte zusammenfassend: „Wir müssen verstärkt Veranstaltungen in die Nebensaison verlagern. Wir müssen nicht mehr auf die Tagesgäste abzielen, sondern Leute ansprechen, die auch in der Nebensaison länger kommen, hier übernachten, einige Tage bleiben und das auch, weil wir ein interessantes Veranstaltungsprogramm haben.“

André Rosinski resümierte: „Der Anfang ist gemacht. Jetzt geht es um die weitere Umsetzung.“ Wer an dem Auftaktabend nicht dabei war, sich aber beteiligen möchte, kann sich an die TALB wenden. Ein weiteres Treffen dieser Art soll es nach Ostern geben.

 cd

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