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Ostholstein Dunkelgrüne Prachtexemplare, frisch aus dem Wald
Lokales Ostholstein Dunkelgrüne Prachtexemplare, frisch aus dem Wald
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23:16 10.12.2015
Weihnachtsbäume so weit das Auge reicht. Tausende Nordmanntannen stehen in der Kultur von Philipp von Polier. Zum Meterpreis von maximal 17 Euro sind Exemplare zwischen 0,60 und 2,70 Metern zu haben.

Acht Jahre lang durften sie wachsen, wurden gehegt und gepflegt — jetzt ist Erntezeit. Rund 2000 Nordmanntannen geht es in diesen Tagen in Woltersmühlen in der Gemeinde Süsel an den Stamm. In Wohnzimmern, Dielen und Sälen in der Region werden sie in den nächsten Wochen ihre Bestimmung erfüllen: als Weihnachtsbaum.

„Der perfekte Weihnachtsbaum kommt aus heimischen Gehölzen“, ist sich Philipp von Polier sicher, „denn er sollte frisch geschlagen werden, damit die Nadeln lange halten.“ Zwei bis drei Wochen vor dem Fest seien ideal. Von heute an bis zum 22. Dezember (jeweils von 10 bis 16 Uhr) verkauft von Polier auf seinem Grundstück an der alten Woltersmühle erstmals Nordmanntannen aus seiner Schonung. Frisch geschlagen versteht sich. Aufgestellt in Reih und Glied können Weihnachtsbaumsuchende das perfekte Exemplar aus Tannen mit Blick auf das herrschaftliche Landhaus auswählen. „Dazu gibt es Punsch im Pavillon. Und wer hier nicht fündig werden sollte, mit dem gehen wir auch gerne in die Baumkultur“, sagt von Polier. Einige Nachbarn haben dort bereits ihr Wunschexemplar mit Schleife und Namensschild gekennzeichnet.

Zwei Hektar groß ist der Tannenwald unweit des Polier‘schen Anwesens. 10000 Setzlinge habe er dort vor Jahren gepflanzt, erklärt der Tannenbaum-Experte. Die Ausbeute liege am Ende bei 70 bis 80 Prozent. Denn nicht jede Nordmanntanne hat am Ende auch das Zeug zum Weihnachtsbaum. Damit dies möglichst gelingt, ist viel Arbeit erforderlich.

„Im Mai werden die Bäume in Form gebracht“, erklärt von Polier. „Dabei werden die Triebe abgenommen, die nach außen wachsen wollen.“ Schnippen nenne der Fachmann das. Da die Triebe weich sind, könne das Kürzen ohne Hilfsmittel, nur mit den Fingen erfolgen. Spezielle Halterungen sorgen dafür, dass Äste in bestimmte Richtungen wachsen, etwa bei Löchern im Wuchs. Zudem erhalten die Bäume zweimal im Sommer eine Magnesiumgabe, „damit sie eine möglichst dunkelgrüne Farbe bekommen.“ Im Frühjahr werden sie mit Blaukorn gedüngt, um das Wachstum anzuregen. Im Dezember wird dann zur Säge gegriffen.

Gefällt wird natürlich nur eine Auswahl und so, dass kleine Exemplare Licht und Platz bekommen, um es später ebenfalls in Wohnzimmer und Co. zu schaffen.

Damit der Baum dort möglichst lange für weihnachtliches Ambiente sorgt, hat Philipp von Polier noch einen persönlichen Tipp: „Ich lasse die Rinde unten am Stamm dran, stelle den Baum so in einen Ständer und dann in ein Metallbecken.“ Die Tanne könne so Wasser ziehen — und halte länger.

Weitere Weihnachtsbaumverkäufe
Die Freiwillige Feuerwehr Fissau-Sibbersdorf veranstaltet auch dieses Jahr einen Tannenbaumverkauf, und zwar am Sonnabend, 12. Dezember, ab 8.30 bis 16 Uhr am Feuerwehrhaus, Bast 1. Der Lieferservice frei Haus wird dieses Jahr nur im Stadtgebiet Eutin (mit allen Ortsteilen) angeboten. Es gibt Getränke und Erbsensuppe.
In Klenzau bietet Henning Flüh wieder auf seinem Hof, Rotdornstraße 32, Nordmanntannen an, zum Meterpreis von 15 Euro. Gesucht, gefunden und gekauft werden kann der passende Baum fürs Weihnachtsfest hier ab dem morgigen Sonnabend, 12. Dezember, bis Heiligabend täglich in der Zeit von 8 bis 17 Uhr.

bk

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