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Ostholstein Durch den Wind
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21:12 15.11.2016

Bürgerinitiative Gegenwind Bosau – der Name ist Auftrag: Hier soll kräftig Wind gemacht werden gegen die fünf großen Windkraftanlagen, die zwei Investoren in der Gemeinde bei Hutzfeld aufstellen wollen. Für BI-Sprecherin Cornelia Frerichs sind es Monster, die aus dem Naturpark eine Industriewüste machen. Frerichs hat sich ganz dem Kampf gegen die Ungeheuer verschrieben. Bosaus parteilosen Bürgermeister Mario Schmidt wähnte sie bislang an ihrer Seite. Doch nun hat der das gemeindliche Einvernehmen für die Monster erteilt. Weil es rechtlich geboten war, wie Schmidt meint. Er erlebt jetzt stürmische Zeiten.

Frerichs lässt nicht locker, auch nicht am Wochenende. Sie suchte am Sonnabendabend das Haus des Bürgermeisters auf, um ihm neue Informationen des BI-Anwalts zukommen zu lassen. „Herr Schmidt, ich fordere Sie auf, nein, ich flehe Sie an, Ihr Einvernehmen zurückzuziehen“, heißt es in dem Schreiben. Doch nun vermutete offenbar Schmidt, von Monstern heimgesucht zu werden. Jedenfalls erklärte er am Sonntag dem BI-Mitglied Peter von Lucke, der sich telefonisch bei ihm meldete und um Nachsicht für die Störung bat, am Vorabend seien bereits Gestalten mit Taschenlampe um sein Haus herumgeschlichen. „In Amerika wären die erschossen worden“, fügte Schmidt noch hinzu, erinnert sich Peter von Lucke. Er habe auf diese drastische Bemerkung nichts gegeben, sagt er. Um Frerichs zu bremsen, denn „es gehört sich nicht, den Bürgermeister am Sonnabendabend aufzusuchen“, habe er sie angerufen und ihr von dem Telefonat berichtet. Prompt warf die BI-Sprecherin die Windmaschine an. „Auch in Amerika dürfen Sie niemanden erschießen, bloß weil der Samstag abends gegen 20 Uhr einen Brief in Ihren Postkarten werfen möchte und dann an Ihrer Haustür klingelt“, mahnt nun Frerichs.

Schmidt war gestern nicht zu sprechen. Vermutlich brauchte er mal Windstille. pet

LN

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